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Diemelstadt/Warburg

Tausende erleben Schlacht an der Diemel

Diemelstadt/Warburg (sim). Es knallt, raucht und stinkt unterhalb am Heinberg. Soldaten mit Grenadiermützen, Dreispitzen und Truppen im Schottenrock laufen geduckt über das Schlachtfeld. Ein englisches Regiment hat kurz zuvor noch den „British Grenadier“ angestimmt, um sich beim westfälischen Ossendorf auf den Kampf vorzubereiten.

Schottische Soldaten bei der Heinbergschlacht. Foto: Sandra Simshäuser

Im Feldlazarett wird währenddessen schon mal das grobe Operationsbesteck herausgelegt. Die Schlacht am Heinberg hat nach 250 Jahren noch einmal begonnen - während sich nur wenige Kilometer entfernt Orks und Ritter einen Schaukampf bei einem Fantasy-Festival am Quast liefern.
Am Heinberg sind es diesmal Platzpatronen, die den Gefechtslärm verstärken. Auch hat der Organisator des Spektakels, der Schützenverein Ossendorf, nicht an Pyrotechnik gespart. Allzu nah heran darf deswegen niemand, streckenweise sind hauptsächlich Qualmwolken zu sehen. Die Zuschauer stört das wenig: in Fünferreihen drängen sie sich an der Wiese wenige hundert Meter unterhalb des Heinbergturms und des Geländes, das in die Geschichte einging. So spektakulär war das Getöse vor ein paar Wochen zur Erinnerung an eine weitere Schlacht vor 250 Jahren bei Korbach nicht. Ausführlicher Bericht in der WLZ vom 2. August 2010.


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