Die Skala auf dieser Fotomontage von Robert Pohlmann zeigt an, um wieviel die Windkraftanlagen die Wald überragen würden. Mit der Entfernung verblasst aber auch die Sichtbarkeit der Masten. In diesem Punkt ist die Darstellung nicht ganz korrekt.
Bei allem Verständnis für das Engagement der Bürgerinitiative gegen den Windpark könne aber nicht wegdiskutiert werden, dass es aus städtischer Sicht viele gute Gründe dafür gebe. Deshalb appellierten am Mittwochabend im kleinen Saal des Bürgerhauses die Sprecher von CDU, SPD, FDP, Grünen und Offener Liste an alle Bürger, am Sonntag zur Wahl zu gehen und mit Nein zu stimmen. Damit werde der Weg frei für eine unabhängige Prüfung der Pläne durch das Regierungspräsidium.
Der an diesem Abend verhinderte Sprecher der Freien Wähler verwies in einer schriftlichen Stellungnahme darauf, dass es in der FWG sowohl Befürworter als auch Gegener des Windparkes gebe. Auch in den großen Fraktionen wurde kontrovers diskutiert. Nirgendwo wurde ein Fraktionszwang ausgeübt, in der SPD gibt es ein Minderheitenvotum. Die große Mehrheit des Stadtparlamentes steht aber auch vor dem Bürgerentscheid hinter der Entscheidung für das sogenannte Abweichungsverfahren vom Regionalen Raumordnungsplan, mit dem geprüft wird, ob in Mengeringhausen eine Vorrangfläche für Windenergie zugelassen werden kann.
Die Sprecher von CDU, SPD, FDP, Grünen und Offener Liste verwiesen auf die bekannten Argumente wie Klimaschutz auf der einen Seite und die Sanierung der städtischen Finanzen durch Pachteinnahmen auf der anderen Seite. Von einer Zerstörung der Natur können keine Rede sein. Für den Bau der Wege zu den möglichen Windkraftanlagen müssten lediglich 0,4 Prozent des städtischen Waldes in Anspruch genommen und durch Neuanpflanzungen später kompensiert werden. Das sei zudem weniger als jedes Jahr auf natürliche Weise an Holzmenge hinzuwachse.
CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Luckey betonte in diesem Zusammenhang: „Wir haben uns da von vielen Experten beraten lassen. Ich vertraue der Aussage von Revierförster Kisselbach.“ Außerdem stellte Luckey fest: „Wir kämpfen seit Jahren im Stadtparlament hart um jeden Euro. Wer das nicht glaubt, kann gerne an den öffentlichen Sitzungen teilnehmen.“ Vor diesem Hintergrund könnten die Einnahmemöglichkeiten im Stadtwald nicht ungenutzt bleiben.“
Das bekräftigte auch Grünen-Sprecher Dietmar Danapel: „Wir reden hier von 14 Millionen Euro in 20 Jahren. Dieser Betrag wird nicht unseren Haushalt retten, aber eine Menge Druck von der Stadt nehmen. Den gleichen Betrag über Steuern zu finanzieren würde hingegen Kaufkraft aus der Stadt nehmen.“
Es kann doch nicht sein, dass wir als Erpresser beschimpft werden, wenn wir diese Zusammenhänge darstellen“, beklagte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Eberhard Eckhard über den Verlauf der öffentlichen Diskussion: „Wenn wir vorher sagen, dass ohne zusätzliche Einnahmen aus der Windkraft die Steuern erhöht werden müssen, ist das keine Erpressung. Würden wir das vorher nicht sagen, dann würde uns das nachher zum Vorwurf gemacht.“ Eckhardt unterstrich, dass die seltene Einmütigkeit aller Fraktionen in dieser Sache für sich spreche: Wir haben uns unsere Entscheidungen bestimmt nicht leicht gemacht. Andererseits sei der Bürgerentscheid ein gutes demokratisches Recht. Die SPD jedenfalls werde jedes Ergebnis vom Sonntag mittragen.
Mit Blick auf die Sicherung des zukünftigen Energiebedarfes stehen die Freien Wähler dem Ausbau von alternativer Energiegewinnung grundsätzlich positiv gegenüber, stellte FWG-Sprecher Udo Hoffmann in einer schriftlichen Stellungnahme fest. Gleichwohl bestehen in der Standortfrage des Windparks in Mengeringhausen unterschiedliche Auffassungen bei den FWG-Mitgliedern. Während die Fraktion der FWG in der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich für das Einbringen des Zielabweichungsverfahrens votiert hat, lehnen die Ortsbeiratsmitglieder der FWG in Mengeringhausen das Fortführen des Verfahrens einstimmig ab. Dieses unterschiedliche Meinungsbild mache es unmöglich, dass die FWG in Gesamtheit eine Stellungnahme Pro oder Kontra Zielabweichungsverfahren abgebe, so Hoffmann. Beide Gruppen aber respektierten die jeweils unterschiedlichen Meinungen der anderen.
Die Offene Liste bekennt sich uneingeschränkt zur Windkraft im Stadtwald: „Wir haben auch Stadtverordnete, die für das Projekt stimmen würden, wenn die finanzielle Lage der Stadt nicht so prekär wäre“, gab OL-Sprecher Matthias Decker zu Protokoll. Windkraft sei die sauberste und effektivste Art der Stromerzeugung mit regenerativen Energien. Decker: „Für mich als Diplomingenieur ist das die ausgereifteste Technik. – Wenn man die Energiewende möchte, führt an der Windkraft kein Weg vorbei.“ Diesen sachlichen und technischen Argumenten stellten die Windkraftgegner nur das Argumente entgegen, man wolle den Kindern nicht die Aussicht verschandeln. Die Behauptungen auf dem in diesen Tagen verteilten Türanhänger seien fast schon hetzerisch zu nennen. Decker: „Wenn da von ‚Zerrodung‘ die Rede ist, dann wird verschwiegen, dass nur ein Siebzehntel von dem gerodet wird, was jedes Jahr nachwächst und sowieso bei Durchforstungsmaßnahmen aus dem Wald entnommen wird.“
Das bekräftigte auch FDP-Fraktionsvorsitzender Adolf Graf, selber Forstwirtschaftsmeister mit langjähriger Erfahrung im Wald: „Die Windkraftanlagen zerstören nicht den Wald, sondern retten ihn und das Klima. Es gibt keinen Landschaftsschutz ohne Klimaschutz.“ Schließlich zitierte Graf einen Sinnspruch: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, andere Windmühlen.“ Abschließend appellierten die Fraktionsvorsitzenden an alle Bürger, am Sonntag am Bürgerentscheid teilzunehmen und die dort gestellte Frage mit Nein zu beantworten.
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Kommentare
Tanja Harry – 08.11.10
Eine abgrundtiefe Unverschämtheit ein solcher Kommentar. Feige und hinterhältig, wie die anderen auch, die über den Bürgermeister lästern. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenergebnis? Arolser – 07.11.10
kennt jemand schon das ergebnis der wahl? finde nirgendswo etwas, bzw. wo es wenn die auszählung fertig ist steht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenverkaufen großmutter – 07.11.10
@Hannelore. Meinen Sie mein Enkel hätte mich wirklich verkauft? Ich muß allerdings zugegeben,gestern in der Hessenschau kam nur der geldgeier in ihm zum tragen. Es war schrecklich. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenbürgermeister ich glaub es nicht – 07.11.10
die hessenschau war gestern entlarvend,der bürgermeister -endlich die wahrheit sagend-ist bei mir untendurch.umweltschutz-lachhaft.klimaschutz-lachhaft,nein das schöne geld ist es.kleiner trost:die anwohner tun ihm leid. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenhessenschau rainer – 07.11.10
die hessenschau hätte am freitag den bericht zeigen sollen,und dann am samstag wäre dieser beitrag pflichtprogramm jeden arolser bürgers gewesen.es wäre dann keine frage mehr gewesen,wie abgestimmt worden wäre.aber egal wie die wahl ausgeht,dieser bericht wird dem bürgermeister lange wie ein mühlstein am hals hängen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenbürgermeister tanja – 07.11.10
nun hackt nicht alle auf dem bürgermeister herum,das neue haus muß auch abbezahlt werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenhessenschau eichenhorn – 07.11.10
die hessenschau hat es deutlich gezeigt-kein umweltschutz oder klimaschutz-nein nur das geld ist der beweggrund des bürgermeisters.ich habe einen würdigen nachfolger gefunden,die bevölkerung hinters licht zu führen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenBericht in der Hessenschau Sina – 07.11.10
Als ich mir die Hessenschau ansah war ich entsetzt und auch wütend über die Aussage von Herrn van der Horst. Der Stadtwald wäre die einzigste Ecke wo es Wind gäbe und "zufällig" ist der Stadtwald in städtischem Besitz... Kein Wort über Umweltschutz oder dergleichen. Die ist ihm so etwas von egal. Er hat selber Kinder sind auch diese ihm egal? Ihm geht es einzig und allein ums Geld. Er läßt auch gleich wieder durchklingen die Gebühren evtl. zu erhöhen. Wenn man genau hingehört hat, weiß man, daß die Gebühren so oder so erhöht werden. Die Einnahmen, die er sich beim Bau der Windräder erhofft werden nie eintreffen. Ob mit oder ohne Windräder - die Gebühren werden auf alle Fälle erhöht. Mit Windrädern werden wir sehr wahrscheinlich noch mehr in den finanziellen Abgrund stürzen, denn ein "Bad Arolsen - natürlich" wird es dann nicht mehr geben. Welcher Gast, egal ob krank oder gesund, will sich diesen Staketenzaun ansehen? Welche Reha-Klinik wird dann noch lange in Arolsen Bestand haben?Liebe Mitbürger - laßt euch nicht von unserem Bürgermeister an der Nase herumführen, steht zu unserem Stadtwald und wählt "JA".
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geld,geld,geld insider – 06.11.10
....die prämien liegen bereit. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldengeld hannelore – 06.11.10
wer heute die hessenschau gesehen hat,sah einen bürgermeister der seine eigene großmutter für ein paar euro verkaufen würde.es geht ihm nur ums geld,kein wort von umweltschutz etc.jeder der diesen bericht gesehen hat,muß mit ja stimmen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenPolitik=Geld junger bad arolser – 06.11.10
das stimmt schon ganz und gar, dass die politik mit geld zu tun hat und geld einstecken will entweder von firmen oder dem bürger.doch brauchen wir in der politik einen neuen wind, die junge generation, die sachen ganz anders anpackt, wie es die alten tun, die noch zu zeiten wie 19 hundert denken.
damals hat es funktioniert und das schlimme ist die alten denken immer noch es würde so gehen!
und deshalb müssen auch die menschen in arolsen sich langsam mal darüber im klaren werden, dass konservatives denken ein schuss in den ofen ist und uns nie voranbringen wird.
wirtschaftsimpulse müssen in unserer region gesetzt werden, sonst ist hier bald ganz tote hose.
gutes beispiel sind ja die läden in bad arolsen... nach wie vor gehen immer mehr traditionsläden pleite und machen dicht... warum schaffen das andere städte und arolsen nicht? so eine schlechte lage hat arolsen für unternehmer nicht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
alle einig ehefrau – 06.11.10
sie glauben gar nicht,was bei uns zu hause los ist.ich erkenne meinen mann nicht wieder.er hat einen großen fehler gemacht,und weiß nicht wie er aus dieser nummer wieder rauskommen soll. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenGemeinsamkeit der Arolser Poilitiker Tiger – 06.11.10
Etwas zum nachdenken:Das Wort Politik setzt sich aus:
Pol (griech.)= verkaufen,Monopol, (poly (griech.) = viel) und Tik (hebr.) =Tasche zusammen.
Sagt eigentlich alles, unsere Politiker verkaufen uns, das Volk, und füllen sich selber, aber auch den großen Wirtschaftsbossen, die Taschen voll.
Ich werde am Sonntag auf jeden Fall mit "JA" stimmen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Aufruf zum "Ja" am Sonntag Wahlberechtigter – 05.11.10
Aus Gründen des Natur-, Landschafts- und Gesundheitsschutzes ist das Vorhaben abzulehnen. Dass sich dazu die Stadt von Dritten noch über den Tisch ziehen lässt und die "Stadtväter" dem auch noch zustimmen, sind genügend Gründe, sich am Sonntag gegen den Windpark auszusprechen und somit mit "Ja" zu stimmen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenwindernergie onkel – 05.11.10
also ist doch klar das das alle wollen die hängen doch geschäftlich da mit drin , die vertäge darüber sind alle längst fertig ,egal was sonntag passiert. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenRe: Bad Arolsen ist verkrustet und konservativ Arolser – 05.11.10
Das kann man so nicht stehen lassen bzw. sollte man weiter erläutern, da die Aussage mit den Formlierungen zuvor so nicht richtig kombiniert sind.! Arolsen ist verkurstet und konservativ aufgrund der Politik, die dort gemacht wird - und das seit Jahren! Ein Campingplatz war eine dumme Idee, eine Ortsumgehung von Wetterburg ist es ebenfalls.Es gab zugleich schon genügend Möglichkeiten für Regionalentwicklungen, doch diese wurden zugunsten kurzfristig gedachter Legislaturperioden häufig nicht angepackt. Daher ist ein Windpark, bei dem letztlich nur der Betreiber und nicht die Stadt verdient, ebenfalls wieder ein Schnellschuss und kein Beitrag für eine für Natur und Mensch angebrachte Regionalentwicklung! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
seltene einigkeit michael f. – 05.11.10
tja,beim arobellabad waren sich unsere rechenkünstler auch einig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenBad Arolsen ist verkrustet und konservativ Constantin v. W. – 05.11.10
Mit erneutem Erstaunen muss ich feststellen wie konservativ und verkrustet Bad Arolsen und Umgebung doch sind. Alle neuen, innovativen Initiativen werden steht's abgelehnt. Ob dies ein Campingplatz am Twistesee, ein Outletshoppingcenter in Rhoden oder jetzt der Windpark in Mengeringhausen ist. Hier stellt sich eher die Frage, ob die Stadt insgesamt noch zu Retten ist. Denn dies werden auch alle konservativen Aroler Bürger merken: Dem Fortschritt kann man sich nicht widersetzen.Hochachtungsvoll,
C.v.W Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Entsetzen aufgrund des Polarisierens von Befürwortern wie Gegnern Wähler – 05.11.10
Nun ja, die Stadtväter mögen das Ganze ja mittragen, aber mit wenigen Informationen hört sich Windenergie ja auch immer gut an. Erfreut bin ich über FWG sowie SPD, in deren Reihen sich offensichtlich wohl einige Politiker tiefer in die Materie eingestiegen sind und nicht nur Oberflächliches zu Klimaschutz und Finanzen denken. Auch im Fall der Windkraft zeigt sich, dass diese beiden Parteien die besseren in Arolsen sind.Der Türanhänger ist aber, da gebe ich recht, provokant und in dieser Form nicht richtig, gar grotesk! NABU und BUND lehnen Windkraft nicht generell ab, das habe ich eben recherchieren können, es gehe einzig um allein um die Standortfrage, ob nun Offenland oder Waldbereiche. Auch der Presseartikel des NABUs lässt darauf schließen, dass ein kleiner Windpark möglich sei, man jedoch einen Bürgerwindpark bevorzugen würde.
BI wie Stadt und alle Beteiligten sollten versuchen, auch jetzt nicht allzu sehr zu polarisieren und bei der Richtigkeit bleiben, sonst ist Arolsen bald genauso verstritten wie Wolfhagen, wo ja seit rund 2 Jahren Streitigkeiten bezüglich eines Windparks zum Alltag gehören. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
die junge generation junger bad arolser – 05.11.10
es ist einfach erstaunlich, wie konservativ die Waldeck-Frankenberger sind. kann man echt nix mehr zu sagen! als junger Erwachsener verstand ich noch nie wie vorallem in unserer Region die Menschen gegen alles Neue sind. egal wo, wann, wie was gebaut wird, immer bilden sich Initiativen dagegen.wo soll das unser Land mal hinführen?!
hoffe nur das das Stimmentief in der Politik bei den alten Partein weitergeht, damit da auch endlich mal umgedacht wird.
es scheint so als würden die alten Konservativen langsam aussterben, was auch notwendig ist, damit unser Land mal ordentlich vorankommt und an den Rest der Welt Anschluss hält. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
FDP Tanja Krienen – 05.11.10
Die Haltung der FDP zeigt, dass diese Partei auch einen letzten Gründe sie zu wählen, aufgegeben hat. Wer glaubt, in BA würde das Klima gerettet werden, glaubt wohl auch daran, die FDP würde nochmal 14% erreichen. Man wähnt sich im Irrenhaus. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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