Josef Jacobi, Vorsitzender der Upländer Bauernmolkerei, leitete gestern die 20. Milchtagung in Hardehausen. Foto: Elmar Schulten
Bei ihrer 20. Milchtagung hatten die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und die Katholische Landjugendbewegung gestern zahlreiche Referenten, darunter auch Eva-Maria Schulze vom Bundeskartellamt, zu Gast. Sie ist Berichterstatterin bei der sogenannten Sektoruntersuchung Milch.
Wichtigstes Ergebnis ihrer Untersuchungen: Obwohl viele Erzeuger in genossenschaftlichen Molkereien organisiert sind, ist ein Machtgefälle zulasten der Erzeuger festzustellen. Mit anderen Worten: Es gibt keinen Wettbewerb der Molkereien um die Milchlieferanten. Vielmehr bekommen die Milchbauern erst nach Ablieferung ihrer Milch die Preise mitgeteilt.
Andererseits hat der Gesetzgeber im Marktstrukturgesetz kartellrechtliche Ausnahmetatbestände geschaffen, die es den Milchbauern ermöglichen, regionale Erzeugergemeinschaften zu bilden, die mit einer stärkeren Verhandlungsposition den Molkereien gegenübertreten könnten. Tatsächlich aber wird diese Möglichkeit bisher kaum genutzt. Im sogenannten Milch-Board sind bisher erst 25 Prozent aller Milchbauern organisiert. Mehr in der gedruckten Ausgabe.
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