Die Volkmarser Landwirte sehen nicht ein, warum sie für den Bau einer Umgehungsstraße erneut Äcker abgeben sollen. Sie fürchten um ihre berufliche Zukunft, wenn Pachtflächen künftig nicht mehr bezahlbar sein sollten. Foto: Elmar Schulten
Unterstützt werden die Volkmarser Bauern vom Kreisbauernverband, der auf die bundesweite Forderung verweist: „Stoppt den Flächenfraß“. Die Volkmarser Landwirte hätten sich bewusst nicht gegen den Bau des Logistikzentrums gestellt, um die städtische Entwickung und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen nicht zu gefährden, erklären Martin Leis und Andreas Thill im Namen ihrer Berufskollegen. Es könne aber nicht sein, dass die Landwirtschaft erst eine zwölf Hektar große Fläche für den Hallenbau zur Verfügung stelle und dann auch noch 20 Hek- tar für den Straßenbau und für den naturschutzrechtlichen Ausgleich abgeben solle. Aus Sicht der Landwirte zehre die städtische Entwicklung seit Jahrzehnten immer neue Flächen auf. So gehe wertvolles Ackerland mal für Gewerbeansiedlungen, mal für Wohngebiete verloren. Die jetzt geplante Umgehungsstraße mit einer Länge von rund 4,5 Kilometern zerstöre erneut Äcker und Wiesen. Die zerschnittenen Rest-Flurstücke seien nicht mehr rentabel zu bewirtschaften. Darüber hinaus würden auf diese Weise Jagdreviere zerschnitten, was eine weitere Wertminderung der Flächen bedeute. Ein in der Folge notwendiges Flurbereinigungsverfahren dauere zehn bis 15 Jahre und bedeute, dass eine ganze Generation landwirtschaftliche Flächen nicht rentabel bearbeiten könne.
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