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Volkmarsen

Gewiefter Rathauschef tritt nochmal an

Volkmarsen (-es-). Nach zwölf erfolgreichen Jahren im Volkmarser Rathaus bewirbt sich Bürgermeister Hartmut Linnekugel um eine dritte Amtszeit. Bei der Wahl am kommenden Sonntag ist er der einzige Kandidat.

Die Tatsache, dass sich kein weiterer Bewerber für eine Kandidatur in der attraktiven Stadt am Fuße der Kugelsburg interessiert hat, spricht Bände: Es hat sich herumgesprochen, dass der Verwaltungsfachmann Linnekugel in seinen beiden ersten Wahlperioden einen hervorragenden Job gemacht hat. Die Aussichten für jeden Herausforderer wären denkbar schlecht, nachdem sich sowohl die CDU als auch der SPD-Fraktionsvorsitzende für eine weitere Amtszeit Linnekugels ausgesprochen haben.
So kann der 48-jährige Familienvater von drei Kindern (26, 18, 16 Jahre) gelassen dem Wahltag entgegensehen. Doch Linnekugel wäre nicht Linnekugel, wenn er nicht auch hier den Ehrgeiz entwickeln würde, ein möglichst gutes Ergebnis bei einer möglichst hohen Wahlbeteiligung zu erreichen. Vor sechs Jahren lag die Zustimmungsrate bei 85 Prozent. So hoch liegt die Messlatte für ihn auch diesmal.
Rein rechtlich gesehen reicht freilich eine Zustimmungsrate von 50 Prozent plus einer Stimme, doch das wäre Linnekugel sicher zu wenig und würde seinen bisherigen Leistungen für die Stadt auch nicht gerecht.
In den vergangenen zwölf Jahren hat sich Bürgermeister Linnekugel als versierter Verwaltungsfachmann und fleißiger Arbeiter einen Namen in der Stadt am Fuße der Kugelsburg und weit darüber hinaus gemacht.
Unter seiner Ägide wurde die Ackerbürgerstadt mit Hilfe der Stadtsanierung zu einer modernen Kleinstadt umgebaut. Nach jahrzehntelangem vergeblichen Ruf nach einer Umgehungsstraße gelang schließlich mit Hilfe einer innerstädtischen Umgehung die Entlastung der Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr. Der Steinweg und die Wittmarstraße wurden komplett neu gestaltet. Ein gelungener Wurf waren der Abbau von über 100 Straßenschildern in der Altstadt und die Ausweisung einer riesigen Tempo-30-Zone mit Rechts-vor-Links-Regelung.
Sein jüngster Coup brachte die lang ersehnte Lösung für den heruntergekommenen Bahnhof. Der wird nun mit Unterstützung der EWF umgestaltet, und auch die Sparkasse will einziehen.
Aber Linnekugel wäre nicht Linnekugel, wenn er sich auf seinen – von allen Fraktionen im Stadtparlament bescheinigten – Lorbeeren ausruhen würde. Der parteilose Bürgermeister hat sich noch einiges vorgenommen und in die Wege
geleitet: Das Bathildisheim will sich mit einer Wohngruppe in der Stadt niederlassen und Arbeitsplätze schaffen.

Mehr lesen Sie in der gedruckten WLZ vom 3. März 2010.


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