Menschen aus vielen verschiedenen Ländern saßen beim Royal Banquet der Baptisten am gleichen Tisch zusammen. Die Idee zu diesem „fürstlichen Festmahl“ hatten Pfarrer Klaus Schönberg (Mitte) und Franke Teppe (l). Foto: Elmar Schulten
Sinn der Veranstaltung war es, Menschen aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Erfahrungen und Überzeugungen zusammenzubringen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Das funktioniert am besten bei einem gemeinsamen Essen, denn das gemeinsame Abendessen ist in allen Kulturen ein besonderes Ritual, das nicht nur allein der Nahrungsaufnahme, sondern auch dem Kennenlernen dient. Vor diesem Hintergrund hatten die Baptisten, angeregt durch Pfarrer Klaus Schönberg, die Idee, zu einem Vier-Gänge-Menü einzuladen. Dabei sollten idealerweise gut situierte Arolser zwei Tickets erwerben, eines für sich und eines für einen unbekannten Fremden, den sie zum Essen einladen sollten. Darüber hinaus haben mehrere Arolser Bürger, die von Idee des abends begeistert waren, insgesamt mehr als 2000 Euro gespendet, um den Abend möglich zu machen. Zum Rahmenprogramm gehörten Musik und Textvorträge von Studenten eines theologischen Seminars aus Bergneustadt. Pfarrer Schönberg, der in Bergneustadt als Dozent arbeitet und in Bad Arolsen wohnt, ist Gemeindeberater und will den Kirchen dabei helfen, ihre wichtige und prägende Bedeutung in der Gesellschaft wieder zu gewinnen. So sei auch das „Royal Banquet“ eine Rückbesinnung auf das Jesus-Wort, nicht diejenigen zum Festmahl einzuladen, von denen man eine Gegeneinladung erwartet, sondern diejenigen, die der Zuwendung bedürften. (Lk,14) So fanden sich auch Asylbewerber unter den Gästen im Welcome-Hotel. Im Laufe des Abends ergaben sich angeregte Gespräche zwischen ihnen und den Arolser Gastgebern. Insgesamt genossen rund 80 Personen aus acht verschiedenen Ländern einen angenehmen Abend. – Eine schöne Idee, zur Nachahmung empfohlen.
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