Die Bagger rollen, und der Schandfleck „Möbellager“ im Wohngebiet „Flüburg“ in Rhoden wird beseitigt. Auf unserem Bild v.l. der mit der Bauaufsicht beauftragte Architekt Friedbert Lamotte, Bürgermeister Rolf Emde, Bauamtsleiter Eckard Bodenhausen sowie der mit den Abbrucharbeiten beauftragte Unternehmer Karl-Adolf Rabe (im Bagger). Foto: Claus Wetekam
Rhoden.
Die Beseitigung des Schandflecks inmitten eines Wohngebietes hat auch ihren Preis: Die nach einer Ausschreibung ausgewählte Firma Rabe in Diemelstadt erledigt den Abbruch des Gebäudekomplexes aus den 50er Jahren für 90 000 Euro. „Vor ein paar Jahren hatten wir noch angenommen, dass dafür das Dreifache bezahlt werden müsste“, stellte SPD-Fraktionssprecher Markus Budde in der Haushaltsdebatte am Donnerstagabend fest.
Die Abrissarbeiten und die Beseitigung des Abbruchmaterials werden im Rahmen des von Bund und Ländern finanzierten Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ebenso wie der Erwerb finanziert. In den Gebäuden befanden sich früher eine Möbelgeschäft und zuletzt ein Supermarkt. Doch die Immobilie verkam zusehends. Von den Eigentümern zeigte niemand Interesse an einer Sanierung oder einem Abriss. Den darf nun der Steuerzahler finanzieren. Die Stadt ersteigerte im vorigen Jahr das 3840 Quadratmeter große Grundstück mit den maroden Gebäuden.
Die Stadt Diemelstadt ist aufgrund des Förderprogramms nur mit einem Drittel an den anfallenden Kosten beteiligt. Die NH Projekt-Stadt aus Kassel begleitet die Maßnahme als Sanierungsträgerin und Treuhänderin der Stadt. Mehr in der Ausgabe am 28. 1. 2012.
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