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Redewendung vom 22. Oktober 2011

Jemandem die Leviten lesen

(resa) Was früher gang und gäbe war, ist heute selten geworden: Bekommt aber einer 
die Leviten gelesen, erhält er damals wie heute eine Strafpredigt oder einen Verweis.

Es dürfte die bisher älteste Redewendung dieser 
Rubrik sein, denn die „Leviten lesen“ ist rund 1200 Jahre alt. Sie geht laut dem Standardwerk für Redewendungen „Krüger-Lorenzen“ auf Bischof Chrodegang von Metz zurück. Der schuf für seine Geistlichen ein neues Gesetz, um der Zügellosigkeit entgegenzuwirken. Regelmäßig sollten sich die Geistlichen zum Speisen, Schlafen, Singen und Beten versammeln. Zu diesen Gelegenheiten las der Bischof aus dem 3. Buch Mose vor. Weil es vor allem Gesetze für Leviten, also für Priester enthält, heißt dieses biblische Buch auch „Leviticus“ – er las 
ihnen also die Leviten.(resa)


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