Die Initiatoren des Projekts: (v.l.) Kreisdenkmalpfleger Walter Schuhmann, WLZ-FZ-Chefredakteur Jörg Kleine, Bauherr Heinz Roehle, Karlheinz Göbel, stellvertretender Bereichsleiter Marketing und Vertrieb der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, WLZ-FZ-Anzeigenleitering Marina Kieweg und Wolfgang Baraniak, Leiter der Stabsstelle Ländlicher Raum" in der Kreisverwaltung. Foto: Marianne Dämmer
Waldeck. Mit einer Gemeinschaftsaktion wollen die Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung mit dem Landkreis und der Sparkasse Waldeck-Frankenberg Projekte fördern, die in die Zukunft weisen. Denn der Region drohen auch Gefahren. Etwa, infolge des demografischen Wandels bei der wirtschaftlichen Entwicklung oder beim Anschluss an Fernstraßen und Datenautobahnen ins Hintertreffen zu geraten.
Zukunftsweisend sind Bauvorhaben vor allem dann, wenn dabei die vorhandene Substanz der Gebäude, insbesondere in den Ortskernen, genutzt wird, um sie mit neuester Technik zu kombinieren, bei denen Tradition und Moderne buchstäblich unter einem Dach vereint werden. Beteiligt an der Aktion sind die Handwerker der Region, die Stabsstelle „Ländlicher Raum“ in der Kreisverwaltung sowie Experten für ländliche Raumentwicklung.
Ein altes Fachwerkhaus von Grund auf zu sanieren oder auf dem Fundament eines abgerissenen Gebäudes im Ortskern etwas ganz Neues zu bauen, verlangt Mut, Wissen und Geld. Genau um diese drei Investitionsmittel geht es beim Projekt: „Leben in unserer Region“. Mit gezielten Informationen aus erster Hand stellen WLZ-FZ die besonderen Förder- und Umsetzungsmöglichkeiten für Projekte im ländlichen Raum vor. Bauherrn, Architekten und Handwerker, Schornsteinfeger und Energieberater kommen zu Wort, die aufgrund ihrer Erfahrung viele Tipps zum Gelingen des Wohn- und meist auch Lebenstraums beitragen können.
Schwerpunktthemen bilden dabei Altbausanierung, der Einsatz regenerativer Energien, Innenrenovierung und Modernisierung. Zudem geben WLZ-FZ in Kooperation mit der Sparkasse Waldeck-Frankenberg einen umfassenden Überblick über Immobilien, die für eine Sanierung oder einen Neubau geeignet sind.
Ebenso werden die Möglichkeiten der Finanzierung ausgelotet. Dabei kommt auch die Kombination mit Förderprogrammen in Betracht, die Städte und Gemeinden oder die „Leader“-Regionen im Landkreis bereits aufgelegt haben. Nicht zuletzt erfahren die WLZ-FZ-Leser von den Bauherren der Modellprojekte selbst, mit welcher Motivation sie ans Werk gegangen sind, welche Chancen und Herausforderungen sich im Zuge des Vorhabens ergeben haben.
Beim Wettbewerb „Leben in unserer Region“ wählt eine ständige Jury aus den Bewerbungen vier Modellprojekte aus, die in der Waldeckischen Landeszeitung und Frankenberger Zeitung präsentiert und beim weiteren Baufortschritt begleitet werden (siehe weiteren Text). Je nach Region unterstützen heimische Architekten die Jury. Die wechselnden Mitglieder kommen aus den Architekturbüros Müntinga & Puy (Bad Arolsen), Willi Finger (Frankenberg), Martin Ruppert (Wellen), Brigitte Schade-Kleist (Volkmarsen) und Claus Hömberg (Kleinern).
Zum Abschluss des Projekts „Leben in unserer Region“ ist eine gemeinsame Veranstaltung in der Korbacher Stadthalle mit Diskussionsforen und einer Handwerks-Ausstellung vorgesehen. Interessierte Besucher können sich bei dieser Gelegenheit individuell beraten lassen.
Kommentare
Hohe Lebensqualität Hühnerbein – 09.12.10
Intakte Infrastruktur, hohe Lebensqualität? Da könnte man, wenn es nicht so traurig wäre, nur noch lachen.Ich sehe nur extrem hohen Häuserleerstand und in bestimmten Regionen noch nicht einmal die Möglichkeit, als älterer Mensch ohne Auto, seinen pers. Bedarf zum täglichen Leben einkaufen zu können.
Von anderen Dingen ganz zu schweigen.
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