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Daniela Hübenthal und Daniél Pfaar sanieren altes Wohn-/Wirtschaftsgebäude

Ausdauer für das Traumhaus

Aus Alt mach Neu – Daniela Hübenthal und Daniél Pfaar bringen langsam, aber stetig ihr altes Fachwerkhaus in Schuss. Den Charme erhalten, gleichzeitig modernen Komfort genießen ist das Ziel des jungen Paares.
Baustelle mit Durchblick

Baustelle mit Durchblick: Einzug der Holzbalken in der Werkstatt. Sie entstand in dem ehemaligen Wirtschaftsgebäude, das in den 1960er-Jahren in Massivbauweise an das Wohnhaus angebaut wurde.

© Conny Höhne

Bad Wildungen-Frebershausen. Viel hat sich getan in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus im Kirchweg, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.

Vor allem im ehemaligen Stallgebäude sind die Bauarbeiten zügig vorangeschritten. In dem massiv errichteten Gebäudetrakt aus den 1960er-Jahren will sich der Möbeltischler eine Werkstatt einrichten. Der Bankraum ist bereits fertig verputzt. Im Maschinenraum hingegen gibt es noch viel zu tun.

In Wohnhaus und Anbau haben sich die beiden jungen Leute vor allem bei Aufräum- und Abrissarbeiten mit Eigenleistungen eingebracht. „Und ganz oft als Handlanger“, lacht Daniela Hübenthal. Am bröckelnden Fachwerk des altes Hauses – Kreisdenkmalpfleger Walter Schumann bezeichnet es als Einhaustyp – wurden in den vergangenen Monaten Außenwände ausgebessert, schadhafte Balken neu eingezogen, das Fachwerk ausgemauert.
Die Elektroinstallation ist bereits gut vorangekommen. Und vom Zickzack der Kupferrohre, die noch im Sommer die Innenwände zierten, ist nichts mehr zu sehen. Die Bauherren haben sich für eine Wandheizung entschieden. Beim Kauf des Heizkessels hoffen beide auf Zuschüsse aus der Bioeffizienzförderung.

Zurzeit sind Lehmbauer an der Baustelle und arbeiten am Unterputz. „Wir haben uns entschlossen, ihn bis zum Frühjahr trocknen zu lassen, bevor wir weitermachen“, sagt Pfaar mit Blick auf die nasskalte Jahreszeit. „Natürliche und ökologische Baustoffe brauchen länger.“ Kurz vor Weihnachten sollen die bestellten 23 Sprossenfenster aus Eiche mit historischer Einteilung eingebaut werden.

 Die Baustelle schnellstmöglich dicht bekommen – das hat derzeit Priorität. In der Werkstatt will sich der Bauherr schon ab Jahresende langsam einrichten. Der Einzug in das Wohnhaus ist Ostern 2012 vorgesehen – wenn alles glattgeht.

Schwierigkeiten und Probleme seien in einem so alten Haus nie ausgeschlossen. „Wir haben gelernt, immer von Schritt zu Schritt zu denken“, gibt Daniél Pfaar zu. Gleich am Anfang brachte die Baugenehmigung, die viel später eintraf als erwartet, den Baubeginn um mehrere Monate in Verzug. Und dann setzte der frühe Wintereinbruch den ehrgeizigen Ausbauplänen ein jähes Ende. „Heute sind wir realistischer“, meint Daniela Hübenthal, die sich bereits auf den Einzug in ihr Traumhaus freut.


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