Volkmarsen. Der 9. November 1938 war ein Mittwoch. Am Tag danach gleicht die Wohnung der Familie Lichtenstein in Volkmarsen einem Trümmerfeld: „Schränke, Betten, Kommode, Stühle und alles, was im Zimmer war, ist kaputt ... Keine Tasse und kein Teller waren ganz ... drei große Fässer Scherben haben wir gehabt. Der Teppich war mit Mehl, Himbeersaft und Erdbeeren verziert. Dass keine Scheibe mehr im Haus heil war, könnt ihr euch ja denken. Dieses war Donnerstagabend, und des Morgens ist der liebe Papa geholt worden. In der Nacht waren die Lieben noch alle zusammen, und am anderen Morgen ist Papa nach Buchenwald gekommen.“ mehr
Über den Biografien vieler NS-Opfer hängt auch 60 Jahre später noch ein grauer Schleier. Nur wenige Forscher wagen sich an die mühevolle Quellenarbeit. Das ITS in Bad Arolsen leistet dabei wertvolle Hilfe. mehr
Die Originaldokumente zu schonen und den Datenbestand möglichst vielen Forschern möglichst einfach zugänglich zu machen: Diese Ziele verfolgt der Internationale Suchdienst mit der Digitalisierung seines Archivs. mehr
Im Archiv des Internationalen Suchdienstes finden sich mehrere Tausend Karteikarten der Gestapo. Die Geheime Staatspolizei ging vor allem gegen die politischen Gegner der Nationalsozialisten vor. Zu diesen gehörte der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer genauso wie der Korbacher Schlosser Fritz Altenhein. mehr
Sie gehören zu den aufwühlendsten Dokumenten, die beim ITS in Bad Arolsen lagern: die Kindersuchakten. Seit 40 Jahren hilft Suchdienstleiterin Margret Schlenke dabei, die Schicksale von Adoptivkindern und Zwangsarbeiternachfahren zu klären. mehr
Der größte Feind des Internationalen Suchdienstes ist keine Person, sondern die Zeit. Deren Zahn nagt beständig an den eingelagerten Akten und Registerkarten. mehr
Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen dient Opfern der Nazi- Verfolgung, indem er ihr Schicksal mit Hilfe seiner Archive dokumentiert. Folgerichtig finden sich dort auch Hinweise auf hochrangige NS-Täter – wie Hermann Krumey, der nach dem Krieg in Korbach lebte. mehr
Jüdisches Leben existiert in Korbach nicht mehr. Auch wenn einige Korbacher Bürger die Konzentrationslager überlebten, kehrten sie ihrer alten Heimat nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Rücken. Eine Zeugin erinnert sich 60 Jahre später an die Ereignisse. mehr
Das Erdbebengebiet im Norden Italiens kommt nicht zur Ruhe. Auch in der Nacht zum Montag haben neue Erdstöße die Region Emilia Romagna erschüttert. Die beiden schwersten Nachbeben am frühen Montagmorgen erreichten eine Stärke von 3,7 und 3,6. mehr