Nicht zu schwer und doch lecker: Brigitte Macek präsentiert ihr nach Knoblauch duftendes Hühnchen.
Es duftet nach Rosmarin und Thymian, nach Urlaub in Spanien, und das leise Brutzeln aus der Pfanne lässt den Magen knurren. Zwei Pfannen auf dem Herd, zwei Bleche im Ofen: Das bringt Brigitte Macek nicht aus der Ruhe. Sie hat ihre Küche im Griff – ebenso wie das Redaktionssekretariat der Waldeckischen Landeszeitung in Korbach.
„Ich habe eine große Familie“, sagt sie, „das Kochen bin ich also gewöhnt“. Und doch ist es für die Korbacherin keine Routine. Ein Glas Wein, eine schöne Schürze und ein bisschen Zeit: Das gehört für Brigitte Macek dazu, wenn sie kocht. Erst recht, wenn es um die Weihnachtsküche geht. Auf ihrer Speisekarte steht nach Knoblauch duftende Hühnchenbrust mit Rosmarinkartoffeln und buntem Ofengemüse. „Ich mag es mediterran“, erzählt sie, „das ist leichte Küche, die recht einfach gelingt und schmeckt.“ Und so gibt es bei Maceks mitten im Winter eine Portion Süden auf den Weihnachtsteller – ein Vergnügen für Augen und Nase, denn während sie die kleinen Kartoffeln schrubbt, wartet das heiße Olivenöl samt gepflücktem Rosmarin in der großen Elektropfanne auf seinen Einsatz.Etwas grobes Salz und Pfeffer hinzugeben – besonders gut eignet sich das süßliche, aber etwas teurere „Fleur de sel“.
Eine knappe Stunde werden die Kartoffeln bei niedriger Temperatur vor sich hin brutzeln. Beim gelegentlichen Wenden strömt der Duft durch die Küche. Währenddessen nimmt sich die fleißige Köchin die vier Hühnerbrüste zur Brust und schneidet sie in breite Streifen. „Wer mag, kann das Hühnchen auch durch Pute ersetzen“, sagt sie. In Olivenöl, mit grobem Salz und Pfeffer wird das Fleisch angebraten. „Jetzt kommt meine Lieblingsarbeit“, sagt Brigitte Macek und blickt lachend zu dem großen Topf mit buntem Gemüses. Paprika und Zucchini sind schon gewaschen, Möhren und Zwiebel geschält.
In große Stücke wird das bunte Gemüse geschnitten und dann auf dem Blech verteilt. Vier bis fünf Esslöffel Olivenöl dazu, mit Rosmarin, Thymian, Salz und Pfeffer würzen und in den Ofen stellen. Hier sollte es rund 40 Minuten bei 200 Grad bleiben. „Das Ofengemüse eignet sich übrigens auch zum Brunch“, sagt die Hobbyköchin, „dann serviere ich es mit einem Kräuterquark“. Statt mit Dip krönt Brigitte Macek die bunte Hauptspeise nun aber mit einer duftenden Hühnerbrust. „Das Schöne an diesem Gericht ist auch, dass ich eins nach dem anderen machen kann“, sagt sie und schaut kurz nach den Kartoffeln, die leise knisternd vor sich hin brutzeln.
Die angebratenen Hühnchenstreifen werden in einer Auflaufform mit einer Mischung aus etwas Olivenöl, Zitronensaft und einer gepressten Knoblauchze-he beträufelt, dann legt die Korbacherin Tomatenscheiben darüber, teilt schwarze Oliven, reibt den Käse und gibt beides über ihr Ensemble. Eine Viertelstunde bevor das Gemüse so weit ist, stellt sie die Auflaufform mit in den Ofen. Dann ist es vollbracht: Den Rest schaffen Elektropfanne und Herd alleine, und Brigitte Maˇcek gönnt sich endlich
einen Schluck Wein. „Das Essen eignet sich auch deswegen so gut für Gäste“, sagt sie, „weil es sich gut vorbereiten lässt“. Kartoffeln, das Blech mit Gemüse und die Auflaufform mit dem Fleisch können ohne weiteres am Morgen vorbereitet und
am Abend vollendet werden.
Schließlich sind die Kartoffeln weich, das Gemüse bissfest und das Fleisch brutzelt unter der Tomaten-Käse-Haube. Ein gedeckter Adventstisch wartet bereits auf die Gäste – den wissen vor allem ihr Ehemann und die erwachsenen Kinder samt Familien zu schätzen. Und so liegt nach einer knappen Stunde eine dampfende, köstliche Portion Sommer auf dem Teller – mitten im deutschen Winter.
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