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Marion Schlüter verwöhnt Familie zum Fest mit eingelegten Schnitzeln

„Heiligabend nicht mehr viel zu tun“

Diemelsee-Rhenegge (nv). Weihnachtszeit ist, wenn es nach Orange, Zimt und Vanille duftet, nach Gänsebraten oder Kartoffelsalat. Der Winter bietet vielfältige Geschmackserlebnisse von ausgefallen bis traditionell. Mitarbeiter der WLZ-FZ und Landfrauen stellen ihre Lieblingsgerichte vor.
 

Marion Schlüter hat zu Weihnachten eine Art Stammgericht: eingelegte Schnitzel

© Volkenrath

„Die eingelegten Schnitzel sind mein Lieblingsrezept für Weihnachten, weil ich es gut vorbereiten kann und am Heiligabend mit dem Essen nicht mehr viel zu tun habe“, betont Marion Schlüter. Für die Landfrau aus Rhenegge ist es in der Heiligen Nacht das größte Geschenk, wenn sie es sich mit ihrer Familie gemütlich machen kann. „Mit meinen Eltern und unseren drei Kindern sind wir zum Fest sieben Esser, aber Lust, nach der Kirche stundenlang in der Küche zu stehen, zu kochen und aufzuräumen, habe ich nicht.“ Um Ruhe und Besinnlichkeit zu genießen, greift Marion Schlüter seit Jahren auf das Rezept zurück, das schon ihrer Mutter Gisela Schäfer (Adorf) den Stress mit dem Festtagsessen ersparte. „Seit wir Kinder haben und meine Eltern bei uns feiern, habe ich das Kochen und daher gern auch dieses Rezept übernommen“, erzählt die Diemelseerin. „Es ist nämlich wirklich simpel, und gerade die Männer lieben das herzhafte Gericht.“

Statt auf Schnitzel schwört die Landfrau allerdings auf mageren Lachsbraten. Um ihre Familie mit rund 15 Schnitzeln zu verwöhnen, schneidet sie die zwei Kilogramm Fleisch am Tag vor dem Festmahl in Scheiben und legt damit eine große Auflaufform aus. „Der Boden muss richtig bedeckt sein“, erklärt sie. Aus den übrigen Zutaten rührt Marion Schlüter die Marinade an, die sie über das Fleisch gießt. Derart eingelegt, lässt sie das Ganze 24 Stunden lang ziehen. Zwei Stunden bevor die eingelegten Schnitzel auf den Tisch kommen, schiebt die Landfrau die Form in den Backofen. Bei 200 bis 225 Grad gart sie das herzhafte Hauptgericht zunächst eine Stunde mit Deckel oder Alufolie abgedeckt und eine weitere Stunde ohne Deckel.

Als Beilagen serviert die Rheneggerin wahlweise Ebli, Reis oder Spätzle sowie grünen Salat oder eine Auswahl an Blattsalaten. „Das ist alles schnell gemacht“, berichtet sie. „Auch Baguette passt hervorragend“, hat Marion Schlüter noch eine Variante parat.
Zum Nachtisch kredenzt die Landfrau ebenfalls eines ihrer Lieblingsrezepte, das sie  als Ernährungsfachfrau des Hessischen Landfrauenverbandes 2011 in viele heimische Landfrauenvereine getragen habe: die Himbeer-Baiser-Speise.

Zur Zubereitung nimmt Marion Schlüter 375 Gramm tiefgefrorene Himbeeren oder andere Beerenfrüchte, 500 Milliliter Schlagsahne, drei Päckchen Vanillin-Zucker und 200 Gramm Baiser. „Gern ersetze ich die Hälfte der Sahne auch durch Magerquark.“ Einen Teil der Beeren gibt sie in eine Schüssel, bis der Boden bedeckt ist, und bestreut diese mit etwas Vanillin-Zucker.  Das zerbröckelte Baiser streut sie darüber, sodass eine geschlossene Schicht entsteht. Die steif geschlagene Sahne bildet die nächste Schicht. Es folgen erneut die gezuckerten Beeren, das Baiser und noch einmal die Sahne. Die Zutaten können je nach Wunsch so oft wie möglich geschichtet werden. „Nach rund fünf Stunden im Kühlschrank ist die Himbeer-Baiser-Speise verzehrfertig“, erklärt Marion Schlüter, während sie die süße Leckerei neben dem herzhaften Hauptgang anrichtet.
 


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