Trotz des mit Holz beheizten Herds kommt Bärbel Emde beim Anbraten des Hähnchens nicht ins Schwitzen.
In der Küche von Bärbel Emde geht es heiß her. Das liegt vor allem an dem Herd, auf dem die Hausfrau kocht. Angefeuert mit Holz, kann in der Küche in Eimelrod nicht nur Essen zubereitet, sondern gleichzeitig auch die Wohnung geheizt werden. Der Ofen sei ein Erbstück ihrer Oma und mindestens 70 Jahre alt.
Auch bei der Zubereitung der Speise legt die 44-Jährige Wert auf Wärme. Curryhähnchen mit Reis steht auf dem Speiseplan. „Ein einfaches Rezept, das vielen schmeckt und zum Nachkochen einlädt“, erklärt Bärbel Emde. Somit sei das Rezept auch für die Weihnachtszeit passend, denn dann wolle schließlich nicht jeder zu viel Zeit hinterm Herd verbringen. Bevor das Hauptgericht zubereitet wird, legt Bärbel Emde zwei Beutel Reis in heißes Wasser. Dann werden die Zwiebeln gewürfelt. „Drei Zwiebeln sind viel, aber sie geben dem Essen den nötigen Geschmack“, erklärt die Köchin des Hauses.
Die fein gehackten Zwiebeln werden in Rapsöl angebraten. Bis diese eine leichte Bräune annehmen, kümmert sich Bärbel Emde um die wichtigste Zutat. „Wir essen gerne Fleisch zu Hause, also nehme ich rund 700 Gramm Hähnchenbrustfilet“, verrät die zweifache Mutter. Das Filet wird in mundgerechte Stücke geschnitten und mit Pfeffer und Salz gewürzt. Dann kommt das Fleisch in die Pfanne zu den Zwiebeln.
Ab und zu wird in der hohen Pfanne umgerührt, bis das Fleisch fertig angebraten ist. Dann kommen die restlichen Zutaten hinzu. Erbsen, Schmand und natürlich Curry für den Geschmack sowie klare Brühe, vermengt mit einem Liter Wasser. Was anfangs noch wie eine nahrhafte Suppe aussieht, muss gut 20 bis 30 Minuten köcheln. Deshalb legt Bärbel Emde auch den Deckel auf den Topf und schiebt nochmal Holz in den Ofen. „Ich bin immer froh, wenn ich im Winter auf dem alten Herd kochen kann, das ist einfach was anderes als auf der Elektroplatte“, freut sie sich und muss gleichzeitig aber auch das Fenster öffnen, weil dies Scheiben in der aufgeheizten Küche schon beschlagen.
Das Rezept für das Curryhähnchen hat Bärbel Emde von einer Freundin bekommen. „Jeder bereitet es ein bisschen anders zu, ganz nach Geschmack eben.“ Zu Hause kocht die Landfrau für ihren Mann, ihre Tochter und deren Freund. „Da mein Mann in Schichten arbeitet, wird den ganzen Tag über Essen zubereitet.“ Das mache ihr aber nichts aus, da sie einfach gerne koche. Nachdem das Hähnchen mit all seinen Zutaten lang genug gekocht hat, dickt Bärbel Emde die Flüssigkeit mit zwei bis drei Esslöffeln Mehl, verquirlt mit Wasser, an. Hinzu kommt noch eine Prise Fondor. Das Ganze muss dann noch einmal kurz aufkochen. Zwischendurch folgt natürlich das fachmännische Abschmecken der Sauce – mit dem Fazit, dass noch eine Prise Salz fehlt. Am Ende serviert Bärbel Emde das Curryhähnchen mit der dazugehörigen Sauce in der Pfanne. Dazu reicht sie am liebsten Reis.
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