Der neue Vorstand des Vereins Region Kellerwald-Edersee, in der Mitte der neue Vorsitzende Volker Zimmermann, ganz rechts Geschäftsführerin Lisa Küpper.
Die Wahlvorschläge wurden im Vorhinein von den Verbänden eingereicht. Der neue Vorstand des Vereins Region Kellerwald-Edersee setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Bürgermeister aus vier Städten oder Gemeinden des Naturparks: Volker Zimmermann (Bad Wildungen), Günter Schlemmer (Jesberg), Uwe Steuber (Lichtenfels) und Björn Brede (Frankenau). Vertreter der Waldbesitzer: Rolf Kaufmann, Waldeckische Domanialverwaltung (Bad Arolsen) Vertreter der Landwirtschaft: Matthias Eckel, Kreisbauernverband (Frankenberg) Vertreter der Naturschutzverbände: Wolfgang Lübcke (Gifitz) Vertreter der Wirtschaft: Gerhard Brühl, Kreishandwerkerschaft (Korbach) Vertreter der Fremdenverkehrswirtschaft: Dieter Trinks (Bad Zwesten) und Christian Gerlach (Niederwerbe) Vertreter der Arbeitnehmerverbände: Dieter Schaake (Bergheim) Entsandter Zweckverband Naturpark: Bürgermeister Wolfgang Gottschalk (Edertal) Vertreter weiterer Vereine: Bernhard Weller (Bad Wildungen), Brunhilde Ranft (Wega), Gerhard Henkel (Vöhl) und Willi Müller (Armsfeld).
Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellte Projektbetreuer Carsten Müller den aktuellen Stand im Naturschutzgroßprojekt vor. Der Diplom-Landschaftsarchitekt und Umweltplaner informierte die Mitglieder zunächst über die Grundlagen des Projekte und die Förderhintergründe beim Bundesamt für Naturschutz (BfN). Etwa 6 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um das Naturschutzgroßprojekt im Kellerwald umzusetzen. Die Region spiele damit in derselben Liga wie der Kernschwarzwald, der Spreewald oder die Lausitzer Seenlandschaft, betonte Müller. Er berichtete von den bisherigen Arbeiten in den verschiedenen Kerngebieten: An den Ederseesteihängen wurden standortfremde Nadelbäume entnommen. Zwischen Hochstein und Hoher Fahrt wurden skurril geformte Traubeneichen und Rotbuchen freigestellt. Im Nationalpark wurden Rohre und Verbauungen entfernt und Furten mit Trittsteinen angelegt, damit die Gewässer sich dort wieder naturnah entwickeln und etwa in die Auwälder versickern können. In der Kulturlandschaft bei Frankenau und im Wesetal wurden ebenfalls Nadelbäume entnommen und Heideflächen entbuscht. Die Beweidung der Heideflächen mit Schafen hat bereits begonnen. Im Hohen Keller wurden ebenfalls Bäume entfernt, was besondern in der Bachschlucht „Totengraben“ eine besondere Herausforderung war, wie Carsten Müller betonte.
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