Kreistagssitzung am Montag: Im Plenum ging es um die Frage, ob der Landkreis künftig Videosendungen live im Internet anbieten soll. (Foto: jk)
Trotzdem soll der Landkreis künftig mehr multimediale Dienste aus der Politik bieten. Eingeführt sei bereits das "Kreistagsinformationssystem" auf der Homepage des Landkreises, wie Sprecher von SPD und Grünen betonten. Damit erhielten Menschen in Waldeck-Frankenberg via Internet zusätzliche Hintergründe zum politischen Geschehen – ob Termine, Protokolle, Wahlen, Ausschüsse, Gremien oder Haushaltsrecht. Darüber hinaus soll ein "Liveticker" künftig aus den Parlamentssitzungen heraus kurze Nachrichten bieten. Zunächst soll dies aber probeweise für sechs Sitzungen getestet werden. Den Antrag von SPD und Grünen unterstützte auch die Linkspartei, für deren Fraktionschef Ingo Hoppmann aber Zweifel am Nutzen bleiben. Zustimmung zum Liveticker kam ebenso vom Einzelabgeordneten der Piratenpartei, Sascha Brandhoff. Der hatte zunächst "Kreistags-TV" als Livesendung für mehr "Transparenz und Teilhabe an der kommunalen Demokratie" gefordert, sah sich aber einer Ablehnung aller anderen Fraktionen gegenüber. So zog Brandhoff seinen Antrag am Montagmorgen kurzfristig zurück, will aber beim Thema auch künftig "am Ball bleiben". Klare Ablehnung zum Liveticker gab es bei CDU, FDP und FWG. Zumal auch für diese abgespeckte Nachrichtenvariante weder Kosten noch Inhalte bislang geklärt seien, wie etwa CDU-Sprecher Armin Schwarz unterstrich. Er verwies auf bestehende Angebote der heimischen Zeitungen – ob gedruckt oder im Internet: "Die heimische Presse macht eine hervorragende Arbeit." Eigene Angebote der Kreisverwaltung seien überflüssig.
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