Demnach sollen offenbar ein neuer Trägerverein und Sponsoren helfen, die Veranstaltung für die Zukunft zu erhalten. Dieses Fazit lässt sich nach der jüngsten Beratung im Korbacher Stadtparlament ziehen. Träger der Theaterwoche ist seit Jahrzehnten der Landkreis. Angesichts des millionenschweren Defizits im Haushalt erarbeitete der Kreis im Frühjahr indes eine finanzielle Streichliste, die der Kreistag in noch erweitertem Umfang im Sommer absegnete. Darin geht es auch um Fördermittel für Barock-Festspiele in Bad Arolsen oder die Theaterwoche in Korbach. Große Debatten um die Theaterwoche gab es auf Ebene der Kreispolitik zunächst nicht. Zumal die Theaterwoche innerhalb der Region in den vergangenen Jahren weniger Rückhalt hatte als früher. Auch heimische Ensembles machten sich rar. Dagegen ist das alljährliche Spektakel für ambitionierte Nachwuchs- und Amateurschauspieler überregional ein viel beachtetes Glanzlicht. In allen Himmelsrichtungen regten sich deshalb Unmut und Enttäuschung – ob Düsseldorf, Hamburg oder Ruhrgebiet. Schüler, Regisseure und Bundesverband unterstrichen die Bedeutung der Theaterwoche. Korbach genieße damit seit vielen Jahren einen ausgezeichneten Ruf (wir berichteten ausführlich). Eine Fülle an Protestbriefen flatterte ins Korbacher Rathaus, ins Kreishaus und in die WLZ-Redaktion. Im Sommer signalisierte Landrat Dr. Reinhard Kubat dann, für die Theaterwoche sei der letzte Vorhang noch nicht gefallen. Der Kreis arbeite an einer Lösung. Im Stadtparlament bohrte zuletzt SPD-Fraktionschefin Gudrun Limperg nach: „Wir bitten den Magistrat, sich in vollem Umfang für die Theaterwoche einzusetzen.“ Bürgermeister Klaus Friedrich erklärte, die Stadt habe sowohl den Landkreis als auch die Absender der Protestbriefe angeschrieben. Der Kreis müsse genau überlegen, „ob es in der Werbung richtig ist, auf die Theaterwoche zu verzichten“. Laut Dr. Hartmut Wecker, SPD-Abgeordneter und Sprecher des Landkreises, ist die Theaterwoche 2011 aber gesichert. Ende September sei zudem Gründungsversammlung für einen Trägerverein.(jk)
Mehrere Hundert Menschen haben in Hamburg mit einem Trauermarsch der an einer Methadonvergiftung gestorbenen elfjährigen Chantal gedacht. Medien der Hansestadt berichten unterdessen, dass die Pflegeeltern noch bis vor Kurzem Heroin konsumiert haben sollen. mehr