Geldgeschäfte auf den Tisch: Die Finanzanlagen unter Regie von Ex-Landrat Helmut Eichenlaub und Provisionszahlungen waren Top-Thema im Kreistag.Archiv-Foto: dpa
Die Staatsanwaltschaft Kassel hat inzwischen die Ermittlungen auf die „LB Swiss“ ausgedehnt, um von dort Amtshilfe zu bekommen, erklärte gestern Landrat Dr. Reinhard Kubat (SPD). Informationen aus der Schweiz sollen den Ermittlern helfen, „Licht ins Dunkel“ zu bringen, wie Vertreter etlicher Fraktionen im Kreistag bekundeten. Hintergrund sind Provisionszahlungen für Ex-Landrat Helmut Eichenlaub als „Kundenvermittler“, dem die LB Swiss bereits auf ein von Eichenlaub benanntes Konto knapp 84 000 Euro überwiesen hatte. Weitere „Anwartschaften“ standen aus – und zwar aus Geldanlagen des Landkreises, nicht etwa Eichenlaubs Privatvermögen. Ausgangspunkt der Debatte im Kreistag war gestern ein Antrag der Koalition aus CDU, FWG und FDP, die der neue FDP-Fraktionschef Dieter Schütz begründete. Demnach sollte Kubat über das Thema „Provisionen“ regelmäßig berichten. Kubat ging gleich in die Offensive. Die „LB Swiss“ hat inzwischen rund 300 000 Euro Provisionen an die Sparkasse überwiesen. Wie der versteckte Geldsegen künftig eingesetzt wird, bleibt offen. Das für Eichenlaubs Provisionen gedachte Geld könnte auch den Menschen in Wal-deck-Frankenberg zugute kommen, die haben es schließlich vorher bezahlt. Aber vielleicht hat die Kreisspitze solche Gedanken ja auch selbst schon angestellt.
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Kommentare
Werter Sozi Markus – 04.09.10
zunächst wird die Sparkasse die Vergütung von Herrn Kahls Tätigkeit in ihrem Verwaltungsrat davon bezahlen, oder? Weiß jemand wie die lt. Bericht dieser Zeitung 61.000 Euro Aufwandsentschädigung für vier Sitzungen in 2009 auf die 16 Mitglieder verteilt werden? Im Kreisausschuß sind die Parteien vertreten die auch Mitglieder im Verwaltungsrat der Spk. haben, die einen wussten das ca. 40 Mio. Euro Bürger(Kreis)vermögen in der Schweiz angelegt wurde, die anderen merkten nicht das es keine Provisionen gab. Herr Kahl kann sicher mangelnde Kommunikation bei den Genossen anführen, aber was ist bei den in beiden Gremien agierenden Personen? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenEichenlaubs Provision Sozi – 03.09.10
Dank und Lob für Reinhard Kahl. Ohne ihn hätte die Sparkasse Waldeck-Frankenberg die Provisionszahlung aus dieser Geldanlage in der Schweiz wahrscheinlich nie erhalten.Die Sparkasse sollte fairerweise das Geld einem sozialen Fond in unserem Landkreis zu Gute kommen lassen. Dies könnte ein brauchbares Resultat aus dieser Odysee sein. Für das Ansehen der Sparkasse kann das nur gut sein.
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