Eines der größten Steinkohlekraftwerke Europas in Gelsenkirchen-Scholven. Eine Beteiligung an einem geplanten Kraftwerk in Brunsbüttel könnte für die EWF nun teuer werden.Foto: Archiv
Das Kraftwerk in Brunsbüttel, an dem sich der heimische Energieversorger beteiligen will, wird nun vielleicht doch nicht gebaut. Der Grund: Der viele billige Strom, der durch die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke erzeugt wird, macht die Anlage nicht mehr wettbewerbsfähig. EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller erklärte am Mittwoch auf WLZ-FZ-Nachfrage: „In der Gesellschafterversammlung der Südweststrom am Freitag wurde diskutiert, welche Auswirkungen die Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke auf das Projekt Kohlekraftwerk Brunsbüttel haben könnten. Es wurde beschlossen, den Bau noch nicht zu beginnen, sondern erst die Auswirkungen der politischen Rahmenbedingungen auf das Projekt näher zu analysieren.“
Mehr in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 9. Dezember.
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Kommentare
falsch informiert vicilinus – 17.12.10
Sie sprechen nur die Solarenergie an. Das ist aber nicht die einzigste und auch nicht effektivste Art der umweltschonenden Energiegewinnung. Im Gegensatz zu der Solarenergie mit einem hohen Flächenbedarf und relativ geringer Leistung, bringt die Windenergie auf minimalem Platzbedarf eine wesentlich höhere Leistung. Das, gepaart mit Bioenergieanlagen und gasbeheizten Blockheizkraftwerken, sollte eine bezahlbare und anzustrebende Energiegewinnung sein.Atomkraft hat in den letzten 60 Jahren 204 Milliarden Euro staatliche Subventionen erhalten. Das sind 3,4 Milliarden pro Jahr oder gut 3 Euro je Monat pro Kopf. Damit zahlt ein Vier-Personen-Haushalt mehr für Atomstrom als für Erneuerbare Energien, hinzu kommen noch die Subventionen für Braun- und Steinkohle. Nach einer Untersuchung des FÖS ( Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft) zahlen wir in den kommenden Jahren weitere 100 Milliarden zur Subventionierung der Atomkraft (Gründe: steuerfreie Geldrücklagen der Unternehmen zur Stilllegung von AKW´s, Kosten Sanierung Asse und Morsleben, Stillegung ostdeutscher Reaktoren). Greenpeace kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: demnach wird jede Kilowattstunde Atomstrom mit 4,3 Cent subventioniert. Die EEG-Umlage macht künftig dagegen nur rund 3,5 Cent aus.
Die Kohlesubvention soll Gott-sei-Dank runtergefahren werden. Von 1996 - 2005 wurden die Finanzierungshilfen für deutsche Steinkohle von 5,3 Milliarden auf 2,7 Milliarden Euro reduziert. Bis 2012 sollen sie auf 1,83 Milliarden sinken.
Festzuhalten bleibt, dass die erneuerbaren Energien keine hohen Folgekosten, im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern, hinterlassen.
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Energieversorgung Ruhland – 12.12.10
Gerade mal 1% der deutschen Stromproduktion stammt aus den mittlerweile mehr als 80 Milliarden Euro teuren Solarkraftwerken auf den Hausdächern. 99% muß anderswo herkommen. Aber das können wir uns nicht mehr leisten - das Geld ist andernorts verbraten. Es droht uns nun wegen der Erneuerbaren eine Energiekrise. Darüber muß man jetzt einfach mal ausführlich diskutieren. Auch darüber, daß jeder Arbeitsplatz bei den Erneuerbaren mit 150.000 Euro jährlich subventioniert wird - 3x soviel wie bei der Steinkohle. Das ist doch Irrsinn, oder nicht? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenAuf Sand gebaut Korbacher – 11.12.10
Da wird das Geld im Sand gesetzt und hier werden die Preise von der EWF erhöht damit die Kasse wieder aufgefüllt wird.Echt ein Witz !!!!!!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Teuer wirds auf jeden Fall... Rudolf Kohler – 09.12.10
Egal, ob das Kraftwerk gebaut wird oder nicht. Teuer wird es auf jeden Fall. Aber nicht durch die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke, sondern durch die wuchernde Ökostrom-Einspeisung. Hier kann ein modernes Kohlekraftwerk sehr wohl kostensenkend wirken. Und wenn keine neuen Kohlekraftwerke gebaut weren, dann bleiben eben die alten Kraftwerke mit ihrem miesen Wirkungsgrad länger in Betrieb. Zumal das Instrument "CO2-Abgabe" in keinster Weise greift - in den USA ist der Emissionshandel inzwischen mangels Nachfrage ausgesetzt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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