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Waldeck-Frankenberg

"Halt": Mehr Courage gegen Komatrinken

Waldeck-Frankenberg (resa). Fast 70 Jugendliche mussten in Waldeck-Frankenberg 2009 wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden: Die Aktion „Halt“ von Landkreis und Diakonischem Werk bietet nun Unterstützung an.

Sie wollen die Gesellschaft sensibilisieren, wenn um den Alkoholkonsum von Jugendlichen geht: Annette Maraun-Brüggemann, Ulrike Ritter, Dr. Reinhard Kubat, Dr. Hannelore Wendt, Klaus Fackiner, Gabriele Fock und Kilian Schloemp-Uelhoff.

© Demski

Langeweile, fehlendes Selbstvertrauen oder Übermut: Viele Gründe gibt es für Jugendliche, gelegentlich einen über den Durst zu trinken. Beim „Vorglühen“ wird dann Hochprozentiges getrunken und oft endet der Abend im Vollrausch.

Drei Mal so viele Jugendliche wie noch 2000 wurden in Waldeck-Frankenberg 2009 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. „Und damit sind wir nach dem Werra-Meißner-Kreis trauriger Spitzenreiter in Hessen“, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat gestern Morgen, als er gemeinsam mit Vertretern des Diakonischen Werks ein Gegenkonzept vorstellte.

Das Projekt „Halt“ soll nicht nur Jugendlichen helfen, die eigenen Grenzen zu erkennen, sondern auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit sensibilisieren. Animiert hat das Land Hessen die Landkreise für dieses Projekt, Annette Maraun-Brüggemann vom Gesundheitsamt im Landkreis brachte die Idee mit nach Korbach und im Diakonischen Werk fand der Landkreis einen motivierten Partner.

Im reaktiven Teil sollen Jugendliche, die wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, besucht werden. „Dabei sind wir auf die Kooperation der Krankenhäuser angewiesen“, sagt Gabriele Fock vom Diakonischen Werk. Ein Anruf am Bereitschaftstelefon genüge und die speziell geschulten Mitarbeiter würden ins Krankenhaus fahren. „Dort wollen wir nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auftauchen“, betont Gabriele Fock, „sondern wir wollen Hilfe anbieten“.

Im proaktiven Teil nämlich findet die Präventionsarbeit statt. „Wir wollen uns an Festveranstalter wenden“, sagt Ulrike Ritter, „und sie bitten, genauer hinzusehen“. Und so geht es bei „Halt“ auch um Zivilcourage. Kilian Schloemp-Uelhoff betont: „Jeder ist angewiesen, genauer hinzusehen und dann einzugreifen.“ Weitere Infos gibt es beim Diakonischen Werk unter Telefon 05631/60330.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 15. Juni.


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  • Nein Tanja Krienen – 16.06.11
    Ich habe nicht prinzipiell etwas gegen Alkohol - es kommt mir auf die grenzenlosen und durch nichts gebremsten Übertreibungen an, die wir überall sehen. Wenn ich hier 17jährige Sonntagmorgens um 5.30 Uhr von einem Fest kommen sehe, die dann noch auf der Straße herumlungern....

    Mit den "evangelischen" Damen habe ich nichts zu schaffen.
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  • Warum nur die Jugend Biker – 16.06.11
    Was für Vorbilder hatten und haben denn die Jugendlichen.Der obligatorische Alk gehört doch auf jedes Fest und wenn man nicht mitmacht wird man befremdlich angeguckt.Welche "Lösungen" hätten Sie denn mal wieder Frau Krienen?Sind da auch Perspektiven für die "Steuerzahler der Zukunft" drin enthalten??? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Nur so Antialk – 15.06.11
    Die Behandlungskosten beim Komasaufen sollten die Betroffenen oder deren Eltern selbst tragen!
    Ich verwette die goldene Taschenuhr meines Großvaters, dass sich dann vieles ändern würde.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Bereitschaftstelefon Eltern – 15.06.11
    Die Idee etwas zu tun ist sicherlich richtig. Ich bezweifel aber, dass ein Krankenhaus bei der Bereitschaft anrufen darf und Auskunft über minderjährige Patienten geben darf. Datenschutz, ärtzliche Schweigepflicht? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Antwort an Tanja Krienen Sascha Brandhoff – 14.06.11
    Ich sehe das Problem gerade beim Einstieg der zumindest hier, nach meinen Erkenntnissen (solange ist es ja auch nicht her das ich jung war), gerade bei Konfirmation und Kirmessen. Ab da lautet das Motto sei dabei oder lass es sein. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Sascha B. TanjaKrienen – 14.06.11
    Zunächst einmal muss man das Problem schonungslos sehen und beschreiben - Lösungen hätte ich schon, doch das passt nicht in ein kurzes Statement. Das "andere Drogenproblem" ist aber nicht minder gewaltig. Jugendliche müssen resp. sollen schon ihre Erfahrungen machen, doch früher waren, wenn das ausartete, Ältere da, die regulierend wirkten. Doch die müssen per Gesetz schweigen, sind in den Ortsteilen schlecht angesehen - nur "offiziell" zeigt sich die Politik und heuchelt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Alolol in Wa-FKB eine gute Hausnummer Promille – 14.06.11
    Wie der Herr, sos´ Gescherr, oder besser gesagt, der Apfel fällt meist nicht weit vom Stamm.

    Das gerade im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die Alkoholexzesse bei den jungen Leuten, aber nicht nur da, Prozentual in der Spitzengruppe Deutschlands und damit besonders hoch liegen, dass wundert mich, bei diesen, hier vorzufindenden Bedingungen/Umfeldern überhaupt nicht. Wer diesen Landkreis in Deutschland (Nordhessen) einmal etwas näher kennen- und bewerten gelernt hat, den wird diese Nachricht, wie sie u.A. auch o.im Bericht nachzulesen ist, absolut nicht vom Hocker hauen. Stupid, ist eigentlich noch gelinde ausgedrückt, aber Hauptsache, das Waldecker Lied, - das sitzt. Mann - oha - Mann!

    100 Gründe, warum wir den Landkreis so lieben, das schafft eine Tageszeitung, schon jetzt in der 33 Folge zu berichten. Ob die guten Gründe beim Alkoholkonsum wohl auch mit dazu gehören, wer weiß? Nur weiter so, es kann hier eigentlich nur noch besser werden.


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  • Fr. Krienen Sascha Brandhoff – 14.06.11
    Bessere Ideen? Ich sehe das schon als Problem an das man anpacken muss. Leider fehlt mir in Ihren Ausführungen der Ansatz. Aber lassen wir das ich habe auch keine Lösung bzw. Idee wie man dieser erschreckenden Bilanz sonst noch entgegentreten könnte. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Lächerlich Tanja Krienen – 14.06.11
    Niemand sagt etwas gegen die Auswüchse der einheimischen Jugend, die an allen Ecken Sonntagsmorgens um 5.00 Uhr zu besichtigen sind. Typisch gutmenschliche Ablenkung, die von eigenen Schwächen ablenkt, denn niemand sucht die Auseinandersetzung. Es lehnt auch jeder die zielgerichtige Erziehung der Sprösslinge diesbezüglich ab - nicht zuletzt, hat die grüne Gesetzgebung den Kinderlärm endgültig zur Zukunftsmusik erklärt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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