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Waldeck-Frankenberg

Geopark "Grenzwelten" erhält Zertifikat

Waldeck-Frankenberg (resa). Er ist einer von 13 und hat das Potential zum Aushängeschild: Seit gestern darf der heimische Geopark „Grenzwelten“ offiziell das Gütesiegel „Nationaler Geopark“ tragen. Das wurde im Korbacher Museum gefeiert.

Kreisbeigeordneter Otto Wilke, Professor Rolf Emmermann, Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich, Ministerin Eva Kühne-Hörmann, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Projektleiter Nobert Panek.

© Theresa Demski

Wenn die Adorfer beim Sonntagsspaziergang an der Martenbergklippe vorbeischlendern, werden sie wohl manchmal vergessen, was für ein Schmuckstück sie hier vor der Haustür stehen haben. Das Herz des Wissenschaftlers aber schlägt hier schneller. Denn bei genauem Hinhören erzählt der Stein in Adorf spannende Geschichten – nicht nur für Experten.
Insgesamt 15 dieser geologischen Glanzlichter finden sich diesseits und jenseits der Landkreisgrenze. Dazu gehört die Korbacher Spalte ebenso wie die Goldgrube in Goldhausen, die Saurierfährte von Wolfhagen und Bühle oder die Jagdstation in Buhlen. Und damit ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten, engagieren sich Geofreunde in Waldeck-Frankenberg seit fast 20 Jahren für die Einrichtung eines Geoparks. Mit ihm sollen wissenschaftliche Inhalte rund um die Geologie für jeden verständlich verpackt werden.
Studenten anlocken
Im ganzen Landkreis und darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren spannende Entdeckungsstationen rund um Steine und Erdgeschichte entstanden – sie wurden unter das Dach des neu gegründeten Geoparks „Grenzwelten“ gestellt.
Gestern Nachmittag feierten die Bürgermeister der 15 beteiligten Kommunen und Norbert Panek, Leiter des Projektbüros Geopark Grenzwelten, nun ihren großen Erfolg: Der Präsident der Geounion, Professor Rolf Emmermann, zeichnete den Geopark mit dem Zertifikat „Nationaler Geopark“ aus. Damit gehört das heimische Modell zu 13 Geoparks in Deutschland, die gemeinsam vermarktet werden.
„Wir sind sehr überzeugt von diesem Projekt“, lobte Professor Emmermann, „es könnte zum Aushängeschild unserer Initiative werden“. Vor allem aus zwei Gründen überzeuge der Geopark „Grenzwelten“: Auf der einen Seite habe er viele regional bedeutsame, geologische Besonderheiten zu bieten. Auf der anderen Seite habe man einen guten roten Faden gefunden, der diese Glanzpunkte über die Grenzen hinaus miteinander verbinde. Nun sei es auch an den Kommunen, den Geopark richtig zu vermarkten. „Sie haben hier das Potential, um unzählige Studenten aus ganz Europa anzulocken“, betonte der Experte.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Samstag, 30. Januar 2010.


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