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Waldeck-Frankenberg

Erzieherinnen entdecken Energie-Welt

Willingen (nv).Ist Wasser nur zum Waschen da? Wie wird Wind zu Strom? Welche Lichtquellen gibt es im Kindergarten? – Diesen und ähnliche Fragen gingen 20 nordhessische Erzieherinnen bei einer mehrmonatigen Fortbildung zum Thema „Energie“ auf die Spur. Ihre Zertifikate erhielten sie am Dienstag.

Geschafft: Erzieherinnen erhielten in Willingen ihre „Leuchtpol“-Zertifikate.

© Natalie Volkenrath

Strom aus der Steckdose, Licht vom Lichtschalter, Wärme aus der Heizung, Wasser aus dem Wasserhahn: Die Nutzung von Energie ist selbstverständlich. Zugleich nehmen Umwelt- und Energiefragen in der gesellschaftlichen Diskussion einen immer größeren Stellenwert ein. Kinder können daher nicht früh genug an den bewussten und nachhaltigen Umgang mit wichtigen Ressourcen herangeführt werden. Damit die Welt der Energie für Mädchen und Jungen auf spielerische und interessante Weise erlebbar wird, bieten die Mitarbeiterinnen von „Leuchtpol“, einer gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich (Frankfurt), berufsbegleitende Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an.
„Mit Kindern über die Welt nachdenken – geht das im Kindergarten überhaupt schon?“, fragte Beate Hecker, Fachberaterin für Kindertagesstätten in Waldeck-Frankenberg, zum Abschluss des Kurses in Willingen.

Ja. Die Antwort gaben die Erzieherinnen mit der Präsentation ihrer in den Kindergärten und -tagesstätten erarbeiteten Praxisaufgaben unter dem Motto „Hell, warm, bewegt“. „Es ist beeindruckend, was jede einzelne von Ihnen aus dem Thema gemacht hat“, lobte Hecker bei der Zertifikatsübergabe im Matthias-Claudius-Heim. Die Arbeiten bewiesen, dass Lernen an keine Altersstufe gebunden sei. Die Vielfalt der Projekte zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel Energie“ beeindruckte auch Leuchtpol-Mitarbeiterin Dr. Sylvia Leske: Gemeinsam mit ihrer Kollegin Lena Heilmann hatte sie die insgesamt „fünf ereignisreichen Fortbildungstage“ organisiert.

Bei der Einführung im September hatten zunächst die Erzieherinnen selbst in Lernwerkstätten experimentiert. Sie erfuhren beispielsweise, wie sich die Nutzung von Konsumartikeln wie Mobilfunktelefonen und Kaffee auf die Umwelt auswirkt. Über Chancen erneuerbarer Energie diskutierten sie beim Vertiefungstag in Usseln. Auf dieser Grundlage entwickelten sie ihre Praxisaufgaben.In den folgenden Wochen drehte sich in zahlreichen Kindergärten und -tagesstätten in Nordhessen alles um Wasser, Wärme, Wind und Licht. „Operation Glühwürmchen – Leuchtspione unterwegs“ hieß es beispielsweise im Kindergarten „Kleiner Regenbogen“ in Schwalefeld. Im Willinger Ortsteil waren die kleinen Energiedetektive dem Strom ebenso auf der Spur wie im Kindergarten Hertingshausen bei Baunatal. Sie lernten verschiedene Glühlampen kennen und fanden heraus, wann das Licht im Kindergarten eingeschaltet sein muss und wann sie Strom sparen können. Dass Wasser nicht nur zum Waschen da ist, sondern eine lebenswichtige Ressource, mit der bewusst umgegangen werden muss, vermittelten die Pädagoginnen der Kindertagesstätten in Mengeringhausen und Berndorf.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 10. Februar


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