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Korbach: Sperrstunde soll Einzelne schützen · Polizei für die Regelung

„Eine Handvoll schwarzer Schafe“

Korbach (tt). Das Thema Sperrstunde in Korbach schlägt hohe Wellen. Bürgermeister Klaus Friedrich verteidigt das Handeln, auch im Haupt- und Finanzausschuss stand die Regelung auf der Tagesordnung.

Die Barhocker und Stühle werden in Korbach in Zukunft um drei Uhr auf die Tische gestellt.

© Diller

„Es geht nicht um eine Spaßgrenze für die Korbacher Bürger, sondern um den Schutz der Einzelnen“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich gegenüber der WLZ-FZ die Notwendigkeit einer Sperrstunde. Seit Bekanntwerden der neuen Regelung (WLZ vom 27.01.) brechen die Diskussionen zum Thema nicht ab.

Egal ob im Internet oder beim Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag: das Thema Sperrstunde polarisiert. Vor allem Stadt und Ordnungsamt sprechen von einer Situation, die ein solches Handeln erfordere – und versuchen verärgerte Bürger zu beschwichtigen. So sagt Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland, dass er in Gesprächen mit jungen Menschen auf viel Verständnis gestoßen sei. „Es ist viel Halbwissen im Umlauf, die Situation hat sich verschärft, eine allgemeingültige Regelung ist wichtig“, so Vahland.

Zerstörte Schaufenster, Ruhestörung und gewalttätige Übergriffe auf Ordnungsdienstbeamte oder Bürger, die morgens auf dem Weg zur Arbeit sind: Probleme, die die Stadt in den Griff bekommen will, indem Gaststätten um 3 Uhr schließen. Bislang gab es nur eine gesetzliche Putzstunde, die Gaststätten vorschrieb, zwischen fünf und sechs Uhr zu schließen. 2001 hatte das Land Hessen die Sperrstunde um ein Uhr Nachts abgeschafft. „Viele kannten die Problematik bislang nicht, deshalb fallen die Reaktion so unterschiedlich aus“, sagte Vahland am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt.

 „Es geht hier um die Wenigen, die nicht anders gegriffen werden können“, macht Klaus Friedrich klar, auch wenn er verstehen könne, das Jugendliche von der Regelung irritiert seien. Die meisten Probleme würden „eine Handvoll schwarzer Schafe“ unter den Gaststätten bereiten. Vor allem Gäste jener Kneipen, die fast rund um die Uhr geöffnet haben, fielen immer wieder auf.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 4. Februar.


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