Energie Waldeck-Frankenberg will sich mit seinem kommunalen Zweckverband an einer neuen Erdgasgesellschaft der Stadt Brilon im Hochsauerlandkreis beteiligen.Foto: Kleine
Einhellig über alle Parteigrenzen hinweg gab der Rat der Stadt Brilon vorige Woche das Signal: Die Kreisstadt im Hochsauerland will das vorhandene Gasnetz vom Energie-Konzern RWE abkaufen – und künftig auch in den Gasvertrieb selbst einsteigen. Für kommende Woche hat Brilons Bürgermeister Franz Schewe (SPD) eingeladen, um das Projekt öffentlich vorzustellen. Nach Informationen von WLZ-FZ will die Stadt Brilon für die Gasversorgung eine eigene Gesellschaft gründen. Quasi als „Juniorpartner“ soll sich daran auch der Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg beteiligen. Damit schlägt der heimische Energieversorger erstmals auch eine Brücke über die Landesgrenze hinweg. Die Gesellschaft in Brilon soll jedoch rein kommunal unter klarer Hoheit der Stadt gestaltet werden. Somit kommt als Partner offenbar nicht die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) in Betracht, sondern der Zweckverband. Dieser Zweckverband ist ein Zusammenschluss von Landkreis Waldeck-Frankenberg, Stadt Korbach und Stadt Fritzlar. Gemeinsam besitzen sie wiederum mehr als die Hälfte der Geschäftsanteile der EWF-GmbH, rund 48 Prozent hält die Münchener Thüga AG. EWF hat sein Geschäftsfeld als kommunaler Energieversorger in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut. 2007 schmiedete EWF ein Bündnis mit den Stadtwerken Fritzlar, im Sommer 2009 stieg das Unternehmen auch bei der Energieversorgung in Volkmarsen ein. Die Details für die neue kommunale Erdgasgesellschaft in Brilon will die Stadt nächsten Mittwoch bekannt geben.
Eine Klage will er vermeiden, die angebotene Pauschal-Entschädigung von 11.000 Euro hält er aber nicht in jedem Fall für angemessen: Anwalt Andreas Widmann vertritt deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs, das vor einem Monat in Italien verunglückte. mehr