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Am 11.2. rückt die „112“ europaweit in den Blickpunkt

Der Notruf wird herausgeputzt

30 000-mal im Jahr wählen Menschen im Landkreis die 112. Aber wer sitzt am anderen Ende des Telefons? Ein Besuch in der zentralen Rettungsleitstelle in Korbach.
112 Notruf

112 Notruf

© Mark Adel WLZ-FZ

Waldeck-Frankenberg. Ob der regungslos am Boden liegende Nachbar, die brennende Scheune in der Nacht oder der schwere Unfall auf der Bundesstraße: Wer Szenen wie diese sieht, wählt den Notruf 112 - übrigens überall in Europa. 36 Notrufleitungen laufen im Korbacher Kreishaus zusammen, wo sich die zentrale Leitstelle des Krankenhauses befindet. Nur jeder dritte der 30 000 Anrufe ist ein Notruf. Viele legen auf, sind aufgeregt oder haben die Tastensperre im Handy nicht aktiviert. Andere erlauben sich schlicht Streiche, denn mittags nach Schulschluss lockt Kinder die „SOS“-Taste der Telefonsäulen an Bushaltestellen.

Doch viele Menschen wissen gar nicht, wann die 112 gewählt werden muss, und entscheiden sich stattdessen für die 110. Diese Erfahrung haben auch die Mitarbeiter der zentralen Rettungsleitstelle des Landkreises häufiger gemacht: „Viele Anrufe werden von der Polizei weitergeleitet“, sagt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Leiter des Fachdiensts Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis.

Landen Anrufer bei der Polizei, obwohl es sich um einen medizinischen Notfall oder einen Brand handelt, geht wertvolle Zeit verloren. Außerdem sitzen in der Leitstelle geschulte Mitarbeiter, die schnell wissen, welche Hilfe gefragt ist. Sie sind Rettungsassistent oder Sanitäter mit mindestens einjähriger Berufserfahrung und in der Feuerwehr mindestens Gruppenführer.

Mehr zum Thema lesen Sie auf unserer Sonderseite in der WLZ-FZ vom Dienstag, 11. Februar.


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