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Waldeck-Frankenberg: Linke fordern Legalisierung der Droge

Das zweischneidige Schwert Cannabis

Waldeck-Frankenberg (tt). Der Antrag der Linkspartei, den Besitz von Cannabis zu legalisieren, sorgt für Diskussionen in Deutschland. Auch beim Diakonischen Werk in Waldeck-Frankenberg machen sich die Mitarbeiter Gedanken.

Auch für Thomas Weintraut und Gabriele Fock von der Beratungsstelle bei Suchtmittelproblemen ist Cannabis ein schwieriges Thema.

© Treude
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Cannabis-Clubs für einen bewussteren Umgang mit der bewusstseinserweiternden Droge: so forderte es am Mittwoch die Linke im Bundestag. Dazu fand eine Expertenanhörung statt, mit dem Ergebnis, dass sie unterscheidlicher Meinung sind. Es gibt Stimmen, die dem Vorschlag der Linkspartei positives abgewinnen können, ebenso gibt es zahlreiche Politiker und Experten, die strikt gegen die Legalisierung sind.

Auch bei den Mitarbeitern der Beratungsstelle für Suchtprobleme des Diakonischen Werkes Waldeck-Frankenberg in Korbach wird die Thematik unterschiedlich betrachtet. Fakt ist, dass Cannabis-Abhängige den geringsten Teil der Klienten von Gabriele Fock und Thomas Weintraut ausmachen. „Bei rund zehn Prozent der Ratsuchenden wurde die Hauptdiagnose Cannabis-Abhängigkeit gestellt“, erklärt der Diplom-Sozialpädagoge Weintraut.

Zum Vergleich: Bei Opiaten wie Heroin sind es rund 28 Prozent und die Hälfte aller rund 400 Betreuten ist alkoholabhängig. Einer der Vorteile, der sich durch die kontrollierte Abgabe von Cannabis in eigens dafür geplanten Clubs ergeben würde, sei die Zusammensetzung der Drogen. „Im Moment wird viel dreckiger Stoff verkauft, das könnte durch die Clubs vielleicht verhindert werden“, sagt die Leiterin der Beratungsstelle Gabriele Fock. Die Frage sei nur, wer es dann auch überprüfe. „Dreckige Stoffe“ sind mit ungesunden Substanzen gestreckte Drogen. Ob damit allerdings der Handel auf dem Schwarzmarkt unterbunden würde, vermag die Diplom-Psychologin nicht zu sagen. Diesen gebe es bei anderen Drogen, wie Schlaftabletten auch, obwohl sie generell nicht verboten seien. Vorgeschädigten könnte der Cannabis in den Clubs zum Beispiel zu schwach sein. Gegen eine Legalisierung der Droge, deren Hauptwirkstoff THC ist, spreche ganz klar das gesundheitliche Risiko.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 28. Januar.


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