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Waldeck-Frankenberg

Buslotsen: „Wichtiger Beitrag zur Prävention“

Waldeck-Frankenberg. 1200 Schüler haben bisher im Kreis für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesorgt. Über das Thema Buslotsen sprach WLZ-FZ-Volontär Dennis Schmidt mit Alfred Protzek, Leiter Öffentlicher Personennahverkehr bei der EWF.
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29 Buslotsen aus der heutigen Stufe 9 achten an der MPS Goddelsheim auf Ordnung am Bussteig. Lehrer Hans-Joachim Schwentke bildet seit 2003 Lotsen aus.Foto: Dennis Schmidt

Das neue Schuljahr hat begonnen. Egal ob mit Bus, Bahn, Rad 
oder Familientaxi – viele Schüler haben eine weite Anreise. Damit die Busse sicherer werden, begleiten Buslotsen die Schüler und sorgen für Ruhe in den Reihen.

Warum haben Energie Waldeck-Frankenberg, Regionalverkehr Kurhessen und die Schulen eigentlich das System Buslotsen eingeführt?

Im Jahr 2005 wurde das Thema Verkehrssicherheit im Kreistag des Landkreises Waldeck-Frankenberg im Rahmen der Schülerbeförderung ausführlich dis-
kutiert. Die daraufhin gegründete Expertengruppe sah in der Ausbildung von Schülern zu Fahrzeugbegleitern einen Beitrag, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Entsprechende Ansätze dazu gab es bereits am Gustav-Stresemann-Gymnasium in Bad Wildungen.

Welche Aufgabe haben die Buslotsen?

Die Fahrzeugbegleiter sollen 
im Rahmen ihrer Möglichkeiten für einen geordneten Einstieg 
in die Busse sorgen und während der Busfahrt Auseinandersetzungen und Vandalismus vorbeugen.

Besitzen die Schüler überhaupt genug Autorität, um Streits oder Drängeleien zu beenden? Schließlich treffen Schüler auf Schüler.

Die Schüler werden gezielt auf den Einsatz als Fahrzeugbegleiter vorbereitet. In der Regel nehmen Schüler der achten Klassen teil, die also circa 14 Jahre alt sind. Unter anderem werden sie auch im Bereich „Gewaltprävention“ geschult. Viele Beispiele belegen, dass die Schüler im Zusammenwirken von Fahrzeugbegleitern, Busfahrern, Vertrauenslehrern und Schulleitung äußerst effektiv auftreten können.

Wie haben sich die Unfallzahlen seit 2005 entwickelt?

Sie befinden sich seit Jahren auf niedrigem Niveau: Nach 
der Schulunfallstatistik des Landkreises sind sie mit etwa sechs Prozent im Jahresmitel 2004 bis 2009 jährlich beteiligt. Dabei handelt es sich 
ausschließlich um Unfälle mit leichteren Verletzungen. Sicher sind die geringen Unfallzah
len nicht unmittelbar auf die Ausbildung und den Einsatz unserer Fahrzeugbegleiter zurückzuführen. Dennoch sind wir der 
Auffassung, dass sie einen wich-tigen Beitrag 
zur Unfallprävention leisten.

Welche Vorteile haben die Schüler hinterher, Stichwort Soft Skills?

Zum einen beinhaltet die Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter auch ein Kommunikations- und Deeskalationstraining. Diese Erfahrungen sind sicher auch persönlich nachhaltig sinnvoll. Zum anderen erhalten die Fahrzeugbegleiter eine Urkunde für ihre Tätigkeit. Nach unserem Wissen schätzen viele 
Arbeitgeber die erworbene soziale Kompetenz.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Freitag, 27. August 2010.


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