Der Landkreis Waldeck-Frankenberg setzt auf „erneuerbare Energien“ – Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft, Biogas.
Alle „relevanten Akteursgruppen“ sollen in diese Gruppe mit einbezogen werden, heißt es in einer Vorlage des Kreisausschusses. Selbsterklärtes Ziel ist, eine möglichst hohe Akzeptanz der Projekte in der Gesellschaft sicherzustellen. „Wir sind gerade dabei, ein solches Expertengremium zusammenzustellen“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat im Ausschuss für Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Touristik, Umwelt, Bauen und Energie.
Der Landkreis will mit gutem Beispiel vorangehen, um für das neue Energiezeitalter gerüstet zu sein. „Die Energiewende wird auch am Landkreis Waldeck-Frankenberg nicht spurlos vorübergehen“, heißt es im entsprechenden Antrag von SPD und Grünen. Als ein Ziel formulierte die Koalition, den Anteil von regenerativ erzeugtem Strom beim Stromverkauf im Landkreis auf mindestens 30 Prozent verbindlich festzuschreiben. Derzeit liegt die Quote bei der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) bei 20 Prozent, bei der Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) 24 Prozent und bei Eon Mitte bei 28,6 Prozent.
Innerhalb von fünf Jahren sollen außerdem mindestens 30 Prozent der verkauften Strommenge im Landkreis selbst erzeugt werden. 2010 waren es bei der EWF bereits 30,2 Prozent, im Netz der EGF 7,2 Prozent. Geplant ist darüber hinaus ein Modellprojekt zur Speicherung erneuerbarer Energien. Die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) hat dafür bereits eine Million Euro bereit gestellt. Eine weitere Forderung: Die Waldeck-Frankenberger sollen Anteile an „Bürgerenergieparks“ erwerben können.
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