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Waldeck-Frankenberg:

Arbeitsmarkt: Unbefristete Stellen wieder im Trend

Waldeck-Frankenberg (nv). 4890 Arbeitslose, 113 mehr als im Vormonat zählt die Arbeitsagentur Korbach im Juli. Der Anstieg der Quote von 5,7 auf 5,8 Prozent ist saisonal bedingt und laut Agenturchefin Christine Eden kein Grund zur Sorge.

Mit dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres meldeten sich im Juli 205 Absolventen neu arbeitslos. Dass die Anzahl der 15- bis 25-jährigen Arbeitslosen in dieser Zeit steigt – im Juli 2010 um 43,2 Prozent gegenüber dem Vormonat – ist für Christine Eden eine übliche Entwicklung. „Viele jungen Menschen haben sich bis zur Aufnahme einer Ausbildung, eines Studiums oder bis zum Beginn des Wehr- oder Ersatzdienstes arbeitslos gemeldet und kennen schon das Enddatum der Arbeitslosigkeit“, betont sie. Hinzu kämen junge Leute, die ihre Ausbildung beendet hätten, aber vom Betrieb nicht übernommen worden seien. Viele hätten allerdings bereits einen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche.

Neben der saisonal bedingten Erhöhung der Arbeitslosenzahl prägen positive Entwicklungen den Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg im Juli: Dazu gehört zum Beispiel, dass die Zeitarbeit nach Angaben der Agenturleiterin bei neuen Stellen nur eine geringe Rolle spielt. „Unsere Stellen kommen vor allem aus der Wirtschaft statt von Personaldienstleistern“, verweist sie auf die Statistik. Beim Stellenzugang liege der prozentuale Anteil im Juli bei 24,3 Prozent, im Bund hingegen bei rund 40 Prozent. Von den bestehenden Stellen sind 18,1 Prozent der Zeitarbeitsbranche zuzurechnen.

Laut Eden ist zudem ein Trend zu „Dauerstellen“ zu beobachten. Von Januar bis Juli 2010 wurden der Agentur 3071 versicherungspflichtige Stellen gemeldet. 1717 von ihnen waren unbefristet, das entspricht 55,9 Prozent. Bei den 856 offenen Stellen im Juli handelt es sich um 589 Dauerstellen (69,9 Prozent). Die gleiche Entwicklung gilt für die Zeitarbeit: 272 der 468 gemeldeten Stellen (Januar bis Juli) waren unbefristet. Das entspricht 58,1 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg ist stabil und tragfähig“, fasst Christine Eden zusammen. Trotz der saisonal bedingten leichten Erhöhung der Arbeitslosenquote im Juli sehe sie viele Zeichen dafür, dass die Krise überstanden sei. Zum Vergleich: Im Juli 2009 waren 1136 (18,9 Prozent) mehr Waldeck-Frankenberger ohne Job.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 30. Juli 2010.


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