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Dodenau

Unterwegs am westlichsten Dorfzipfel

Battenberg-Dodenau (da). An den westlichsten Zipfel der Gemarkung führte die zweite Etappe des Dodenauer Grenzgangs anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Grenzbeschreibung. Rund 180 Wanderer aus Dodenau und Nachbarorten hatten sich am Sonntag auf den Weg gemacht.

Zahlreiche Akteure beteiligten sich am Grenzspiel, das den Höhepunkt des Grenzgangs bildete.

© Foto: Mark Adel

Nur einen Steinwurf vom Bad Berleburger Stadtteil Alertshausen entfernt befindet sich der Hof Ohelle. Er gehört zu Dodenau, die Grenze zwischen beiden Dörfern und damit zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen führt direkt am Haus vorbei. Rund 180 Wanderer aus Dodenau und Nachbarorten waren zwischen Alertshausen und Diedenshausen gestartet. Schon nach wenigen Hundert Metern erreichten sie die einstige Zollstation.Die Mitglieder des Vereins 825 Jahre, die den Grenzgang ausrichten, hatten Grenzhäuschen und Schlagbaum wieder aufgestellt.

In einem szenischen Spiel stellten einige Dodenauer Grenzszenen nach, wie sie sich vor 300 Jahren ereignet haben könnten: Sei es der Köhler, der eine Flasche Schnaps versucht einzuschmuggeln, der Händler, der eine Wurst als zusätzlichen „Zoll“ an die Wachen abgeben muss, oder die Bauersfrau, die mit Hühnern und Eiern ins Wittgensteiner Land will. Als Amtmann Rube, der vor 300 Jahren die Grenzbeschreibung erstellt hatte, fungierte wieder Werner Bergener. Ortsvorsteher Wolfgang Stein war ein „Schultheis“. Vor dem Spiel berichtete der Diedenshäuser Heimatforscher Klaus Homrighausen über die Verhältnisse der damaligen Zeit. Der Grenzgang endete nach knapp 14 Kilometern wieder mit einem geselligen Beisammensein am Dodenauer Wildgehege. Die dritte und letzte Etappe des diesjährigen Grenzgangs findet am Samstag, 3. September, statt. Ab 9.15 Uhr fahren Busse ab der Dodenauer Sparkasse zum Dachsloch, wo die Wanderung startet.


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