Navigation:
AboPlus Anzeigen- und Abo-Service

Bromskirchen

Frese haushoch überlegen - Schäfer kündigt erneute Kandidatur an

Bromskirchen (apa). Die Frage an diesem Abend lautet nicht: „Wer gewinnt?“, sondern: „Mit wie vielen Stimmen gewinnt Karl-Friedrich Frese?“ Denn dass der Amtsinhaber wiedergewählt wird, daran hat an diesem Abend niemand einen ernsthaften Zweifel – nicht einmal die Unterstützer von Herausforderer Rudolf Schäfer. Sie sind gar nicht erst ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Der Herausforderer aus Röddenau ist allein.
Lesezeichen setzen:


Auch die Töchter Louisa und Tabea applaudieren für Karl-Friedrich Frese: Der Bürgermeister ist wiedergewählt worden. Mit ihm freuten sich Ehefrau Regine, Parlamentsvorsteher Karl-Friedrich Geldbach (rechts), dahinter (von links) Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge, CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg sowie Wegbegleiter und Freunde.

© apa

Die Wahlbeteiligung liegt bei 59,7 Prozent: Von 1500 wahlberechtigten Bromskirchenern haben 896 ihre Stimme abgegeben. Als erstes Ergebnis liegt die Briefwahl vor. Sie gilt als Indikator für das Endergebnis – zu recht, wie sich im Verlaufe des Abends zeigen soll. Genau 83,2 Prozent der Briefwähler haben für Frese gestimmt, 16,8 Prozent für Rudolf Schäfer. Neuludwigsdorf mit den Weilern Seibelsbach und Dachsloch ist als nächstes ausgezählt: Hier haben 52 Bürger gewählt, 44 wollen Frese weiterhin auf dem Chefsessel im Rathaus sehen, acht Stimmen entfallen auf Rudolf Schäfer. In Somplar ergibt sich ein ähnliches Bild: 118 Stimmen für Frese, 22 Stimmen für Schäfer.

Schon jetzt schütteln einige Besucher Frese (50, parteilos) die Hand, er selbst und seine Ehefrau Regine sehen mittlerweile schon entspannter aus. Auch das zuletzt ausgezählte Ergebnis aus Bromskirchen bietet keine Überraschung, wenn auch Schäfer ausgerechnet in der Kerngemeinde sein bestes Ergebnis einfährt: 18,2 Prozent für ihn, 81,8 Prozent für den Amtsinhaber. Wahlleiter Uwe Treude bittet um Zurückhaltung, bis das vorläufige Endergebnis vorliegt, das nur wenige Minuten darauf an der Leinwand zu sehen ist: 691 Stimmen und damit 82,6 Prozent für Karl-Friedrich Frese, 146 Stimmen (17,4 Prozent) für Rudolf Schäfer.

Der Gegenkandidat aus Röddenau schreitet mit langen Schritten auf Frese zu und schüttelt ihm die Hand – das erste Mal stehen sich die beiden Kandidaten überhaupt persönlich gegenüber. Bevor sich eine lange Reihe Gratulanten vor Karl-Friedrich und Regine Frese bildet, gibt es einige offizielle Grußworte: Der erste Kreisbeigeordnete Peter Niederstraßer gratuliert, ebenso der Volkmarser Bürgermeisterkollege Hartmut Linnekugel, CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Pfarrer Uwe Buß und der Parlamentschef Karl-Friedrich Geldbach. Auch Schäfer wird in den Grußworten bedacht. Die Redner zollen ihm Respekt, weil er eine Kandidatur gewagt hatte.

Frese selbst bedankte sich herzlich bei all seinen Unterstützern und Helfern, Freunden und Wegbegleitern, im Besonderen aber bei seiner Familie.

Herausforderer Rudolf Schäfer (53, unabhängig) zeigte sich nach der Wahl zufrieden mit dem Ergebnis – auch, wenn er eigentlich habe gewinnen wollen. „Aber bei der kurzen Wahlkampfzeit ist das doch ein ordentliches Ergebnis.“ Er werde bei der nächsten Wahl in sechs Jahren wieder antreten, kündigte Schäfer sofort an, „wenn es überhaupt so lange dauert“.

Die Ergebnisse der Wahl im Einzelnen:

  Karl-Fr. Frese
(parteilos)
Rudolf Schäfer
(unabhängig)
 
Wahlbezirk Stimmen Prozent Stimmen Prozent Wahlb.
Bromskirchen 450 81,1 100 18,2 54,7 %
Somplar 118 84,3 22 15,7 48,2 %
Neuludwigsdorf mit
Seibelsbach/Dachsloch
44 84,6 8 15,4 49,6 %
Briefwahl 79 83,2 16 16,8 0
           
Endergebnis 691 82,6 146 17,4 59,7 %
           

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige

WLZ-FZ bei facebook


Facebook

Anzeige

Lokale Nachrichten von Bürgerreportern

myheimat.de

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung: Bürger berichten aus Ihrem Heimatort. Die besten Beiträge werden in Ihrer Zeitung abgedruckt. mehr


 

Buntes

Risse im Rumpf

Riesenärger für Airbus und Boeing

Foto: Die acht A380 bei der Lufthansa sind bisher nicht negativ aufgefallen.

Ist der Flugzeugbau zu komplex geworden? Beim Airbus A380 finden sich Risse in Tragflächenteilen, beim Langstreckenflugzeug „Dreamliner“ muss Boeing am Rumpf nachbessern. Auffällig ist: Alle großen Neuentwicklungen schafften es nur mit massiven Verzögerungen und teils milliardenschwerem Mehraufwand in die Luft. mehr

KommentareKommentar/e



Aktuelle Umfrage

Fünfte Jahreszeit nimmt Fahrt auf

Alaaf und Helau. Auch in Waldeck-Frankenberg wird dieser Tage kräftig Karneval gefeiert. Können Sie der Faschingszeit etwas abgewinnen?

Gesundheitsportal


Gesundheitsportal

Terminkalender




Leben in unserer Region

Leben in unserer Region

Die neue Serie der Waldeckischen Landeszeitung / Frankenberger Zeitung gemeinsam mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, sowie der Sparkasse Waldeck-Frankenberg. mehr


 

Lokale Videos

Bilder, die (sich) bewegen

Mit den WLZ-FZ-Videos können Sie sich zu allen Bereichen informieren, egal ob es sich um Nachrichten aus aller Welt handelt, um das Neueste aus Korbach oder die Filmtrailer der aktuellen Kinowoche. Für jeden Geschmack ist mit Sicherheit etwas dabei. mehr