Walter Sellmann (links) und Hobbyfilmer Lothar Markwitz aus Rennertehausen freuen sich auf die Vorführungen des Films „Landleben“ am 22. und am 29. Januar im Rennertehäuser Dorfgemeinschaftshaus.
Die Liebe zum Film begann 1971. Damals kaufte Lothar Markwitz seine erste Kamera, ein Super-8-Modell. Er filmte seine Kinder, im Urlaub – und im Dorf. 1973 bannte er das Dorfleben Rennertehausens auf Zelluloid, ein Jahr später hielt er im Auftrag des Festausschusses die 700-Jahr-Feier fest. Seit dem ersten Film über das Dorf hat er vieles in Rennertehausen dokumentiert: altes Handwerk, Grenzgänge, Ostermärkte und vieles mehr. 1999 filmte er die Veranstaltungen im Rahmen des 725-jährigen Bestehens. Wie viele Filme er in den vergangenen 40 Jahren erstellt hat, weiß Markwitz selbst nicht. Oft arbeitet er mit Walter Sellmann zusammen. „Der Walter ist der Kopf“, sagt Markwitz über ihn. „Wir sind ein gutes Gespann.“
Ihr neues Projekt: Er hat das hr-Team bei den Dreharbeiten zu „Leben auf dem Lande“ begleitet und einen „Film über den Film“ erstellt. Das Ergebnis sind zwei knapp 90-minütige Beiträge, die am 22. und am 29. Januar im Rennertehäuser Gemeindehaus gezeigt werden.
Als Sprecher fungiert Heimatforscher Walter Sellmann, der das Fernsehteam während der Dreharbeiten betreute. Der Film heißt „Landleben – Wie es damals war“ in Anlehnung an den Arbeitstitel des hr. Üblicherweise mögen professionelle Kameraleute keine „Beobachter“ bei ihren Dreharbeiten. „Es war eine ganz tolle Sache, dass ich dabei sein durfte“, sagt der leidenschaftliche Hobbyfilmer. „Es ist ungewöhnlich, dass man ein Filmteam über eine so lange Zeit begleiten darf.“ Der Vorteil für die Rennertehäuser: Während der hr-Film auf 45 Minuten zusammengekürzt wurde, war Markwitz großzügiger. „Wir wollten mehr zeigen.“
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