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Vorwurf: Männer beauftragt, neuen Freund seiner Ex-Freundin zu verprügeln.

Prozess gegen Burgwalder vertagt

Frankenberg/Allendorf (gl). Hat ein 40-Jähriger im Dezember 2010 zwei Unbekannte dazu veranlasst, den neuen Freund seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu verprügeln? Diese Frage wollte das Amtsgericht Frankenberg klären.
 

Er habe mit der Sache nichts zu tun – das sagte nicht nur der Rechtsanwalt, sondern auch der Angeklagte selbst. Dem 40-jährigen Burgwalder wird vorgeworfen, nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin zwei Unbekannte damit beauftragt zu haben, ihren neuen Freund zu verprügeln. Die Täter nutzten dafür einen langen, harten Gegenstand. „Er hat damit nichts zu tun und daher kann und will er dazu auch nichts sagen“, erklärte der Anwalt des Beschuldigten.

Der als Zeuge geladene Geschädigte schilderte, wie er an einem Dezembermorgen im Jahr 2010 noch im Dunkeln aus dem Haus kam, um zur Arbeit zu fahren. Da seine neue Freundin, in deren Haus er lebte, wenig später von der Schicht kommen sollte und es in der Nacht stark gestürmt und geschneit hatte, habe er schippen wollen. Plötzlich sei er umgerissen worden. Auf dem Bauch liegend habe er sechs oder sieben schwere Schläge abbekommen, dann sei von ihm gelassen worden. Als er sich umdrehte, habe er zwei Maskierte fliehen sehen. Ein Attest aus dem Krankenhaus bescheinigte Hämatome, Schürfwunden, Schwellungen und an einer Stelle eines Schienbeins eine gelöste Knochenhaut – dort habe er bis heute eine Beule, sagte der 42-Jährige.

Ein als Zeuge befragter Freund des Beschuldigten, der angab, von Zeit zu Zeit als Türsteher zu arbeiten, berichtete zudem von einer Unterhaltung mit brisantem Inhalt: Der Angeklagte habe ihn im Fitnessstudio gefragt, ob er nicht jemanden kenne, „der einen Job erledigen kann“. Er habe das Gespräch aber rasch abgebrochen: „Ich wollte damit nichts zu tun haben.“ Der beschuldigte Mann selbst erklärte, dass er  in der Tatnacht mit einer Bekannten im Kasino in Bad Homburg gewesen sei. Die Vorsitzende Richterin.vertagte die Verhandlung. Noch stehen neun weitere Zeugenaussagen aus.

Mehr lesen Sie in der  FZ vom Dienstag, 31. Januar


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