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Frankenberg

Kleine Umweltschützer ganz groß

Frankenberg (gl). Bei dem bundesweiten Wettbewerb „Wildes Land Deutschland“ siegte die Frankenberger NaJu-Gruppe mit Abstand. Staatssekretär Mark Weinmeister überreichte ihnen den Preis.
NaJu Frankenberg

Vor dem Hochbehälter auf dem Burgberg überreichte Staatssekretär Mark Weinmeister (4. von rechts) der Frankenberger NaJu-Gruppe ihren Preis. Der Hochbehälter wurde von den Jugendlichen zum Fledermaus-Refugium umgebaut.

© Malte Glotz

Die jungen Frankenberger Naturschützer dürfen stolz sein, das erklärte am Montagnachmittag Mark Weinmeister, Staatssekretär im hessischen Umweltministerium. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für die Natur, insbesondere für Fledermäuse, hat die Gruppe der Naturschutzjugend (NaJu) den bundesweiten Wettbewerb „Wildes Land Deutschland“ mit fast 200 Punkten Vorsprung vor der nächstbesten Gruppe aus Hamburg gewonnen – bereits zum dritten Mal. „Eine beachtliche Leistung, denn für jede Aktion zum Schutz der Umwelt gab es nur fünf bis fünfzehn Punkte“, sagte Weinmeister.
Ein Jahr lang hatten die Naturschützer Zeit, mit Projekten aller Art Punkte zu sammeln im Kampf um sogenannte „Slacklines“, also Klettergurten ähnelnde Seile, die niedrig zwischen zwei Bäume gespannt zum Balancieren genutzt werden – eine Trendsportart. Die NaJu-Gruppe hat Bäume gepflanzt, Laub gesammelt, Fortbildungen besucht und vieles mehr. Weinmeister zeigte sich begeistert von der Vielfalt der Aktionen, die sich die Jugendlichen ausgedacht haben. Besonders erwähnenswert fand er allerdings das Engagement für Fledermäuse.
Michael Pohlmann von der NaJu-Gruppe in Frankenberg erklärte während eines kurzen Vortrags, dass die nachtaktiven Flugsäuger jährlich etwa 150 Gruppen interessierter Kinder und Jugendlicher nähergebracht würden. Zumeist seien dies Schüler auf Klassenfahrt, etwa an der Burg Hessenstein. Staatssekretär Weinmeister lobte diese Art der Wissensvermittlung durch Gleichaltrige. Er erklärte: „Ihr wirkt weit über Frankenberg hinaus. Zu sagen ‚wir sind die Erfolgreichsten‘ und das dann auch belegen zu können, das ist etwas ganz Besonderes.“ Es sei ermutigend, dass sich so junge Menschen bereits Gedanken machten, wie die Natur erhalten werden kann.
Auch Bürgermeister Christian Engelhardt zeigte sich stolz auf die jungen Frankenberger. Die Stadt sei selbst einer der größten Profiteure von der Arbeit der Umweltschützer, erklärte er. „Frankenberg wird durch eure Arbeit zu einem lebenswerten Umfeld.“ Zudem sei es beeindruckend, welche Fähigkeiten junge Menschen bei der Arbeit in der NaJu erwerben können: Technik, Biologie, Wissenschaft – all diese Themen würden abgedeckt. Engelhardt sagte: „Das Herz des Naturschutzbundes in Frankenberg, das ist die Naturschutzjugend.“


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