Mit witzigen, zum Teil symbolischen Geschenken verabschiedeten sich die Kollegen der Schulleitung und des Sekretariats von Helmut Schomann (Dritter von links): Schulleiter Helmut Klein, Konrektorin Sieglinde Peter-Möller, Konrektor Bernd Rösner, Sekretärinnen Christa Grün und Heike Schmidt (von links).
Gerade einmal 20 Jahre alt war der Fachlehrer Helmut Schomann nach seiner Ausbildung und damit zur damaligen Zeit noch nicht volljährig. „Damit ich ein Gehaltskonto in Frankenberg eröffnen konnte, musste mein Vater aus Kirchhain anreisen und unterschreiben“, erinnerte er sich. Schulleiter Klein ergänzte: „Heute kaum vorstellbar: Auch auf dem Schulamt musste sein Vater für ihn unterschreiben, obwohl sein Sohn ja eigenverantwortlich Unterricht halten sollte. Und dabei waren die ältesten Schüler kaum jünger als er.“
Schomann zählte während seiner Verabschiedung noch weitere schulische Besonderheiten von damals auf, an die sich ehemalige Burgwaldschüler auch noch erinnern: Lehrer durften rauchen. Der Hausmeister rauchte Zigarren, „deshalb fand man ihn auch immer“. Die Klassen zählten zwischen 40 und 50 Schüler. Es gab Raumnot, Wanderklassen und die Außenstelle in der Hainstraße. In Klassenbüchern standen alle persönlichen Daten der Schüler und Einträge über schlechtes Verhalten. Für Notizen reichte ein kleines rotes Büchlein der Kreissparkasse. Am Pfingstfreitag zogen alle männlichen Lehrer in den Listenbach.
Schomann nannte die Anzahl der Amtspersonen und Institutionen, die er in seiner Dienstzeit „verbraucht“ hat: acht Kultusminister, drei Schulleiter, vier Sekretärinnen, fünf Hausmeister, drei Lehrerzimmer und fünf Schulämter. Rückblickend und an die gute Zusammenarbeit im Lehrerkollegium erinnernd, sagte er: „ Ich würde den Beruf jederzeit wieder ergreifen und auch an diese Schule gehen. Ich war immer gerne hier.“
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