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Burgwald

Valerie und Kimba sollen heilen helfen

Haina (gl). Von wegen Spucken: Lamas können mehr, etwa Menschen in ihrer Therapie begleiten und so heilen helfen. Was in anderen Ländern längst üblich ist, bieten die Vitos-Kliniken ab November an.

© Malte Glotz

Zwei neue Bewohner stehen seit einigen Wochen auf dem Hainaer Klinikgelände und begeistern sowohl Patienten und Angestellte wie auch Spaziergänger: Valerie und Kimba sind Lamas, anderthalb und ein Dreivierteljahr alt und die neuen „Mitarbeiter“ der begleitenden psychiatrischen Dienste. Deren Leiter Erwin Gruber stellte die beiden Jungtiere und ihre künftigen Aufgaben am Montag vor. Ab November sollen Valerie und Kimba in der tiergestützten Therapie eingesetzt werden.

„In den USA ist Therapie mit Tieren seit Jahrzehnten üblich“, sagt Gruber. Bereits 1961 sei dort die erste wissenschaftliche Arbeit zur Tiertherapie vorgestellt worden. In Deutschland werde diese Methode jedoch noch sehr zurückhaltend eingesetzt. Nur in Hannover würden Menschen für die Therapie mit Tieren nach den in den USA erarbeiteten und angewendeten Standards ausgebildet. Hans-Willi Bornscheuer, examinierter Krankenpfleger, besucht dort deshalb einen 16-monatigen Kurs, um die Lamas für die Genesung von Menschen nutzen zu können.

Die Ziele der Therapie sind, dass der Patient lernt, Verantwortung zu übernehmen, Pflichtbewusstsein entwickelt, dass Beeinträchtigungsgefühle­ gemindert werden und Angst sowie Stress abgebaut werden. Der Patient soll sich um das Tier kümmern, es pflegen und so eine Struktur in den Tagesablauf bekommen. „Es ist mehr, als nur ein Tier zu streicheln“, sagt Erwin Gruber. Wenn in manchen Krankenhäusern Aquarien die Patienten begeistern oder in Seniorenheimen Katzen die Bewohner, sei das sicher sinnvoll. Doch das Tier in der tiergestützten Therapie sei nur Mittler und Öffner, ergänzt Bornscheuer. Die therapeutische Arbeit erbringe der Pfleger.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 25. Oktober


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