Der Vertrag ist unterzeichnet: Im Beisein von Landrat Reinhard Kubat, dem Ersten Stadtrat Rainer Thursar und dem Vorsitzenden der Schiffelbacher Waldinteressenten, Werner Schütz (stehend, von links), setzten EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller und Gemündens Bürgermeister Frank Gleim (vorn von links) ihre Unterschriften unter den Vertragstext.
Im Rathaus der Stadt Gemünden herrscht große Einigkeit, fast eine herzliche Stimmung. Neben dem Bürgermeister Frank Gleim und seinem Ersten Stadtrat Rainer Thursar sind auch Landrat Reinhard Kubat und der Vorsitzende der Schiffelbacher Waldinteressenten, Werner Schütz, anwesend, ebenso wie Vertreter der Energiegesellschaft Waldeck-Frankenberg (EWF). Geschäftsführer Stefan Schaller hat seinen Projektleiter für Windenergie mitgebracht, den Ingenieur Stefan Kieweg, sowie die Justiziarin Tanja Gerlach.
Sie alle fiebern ein paar Strichen Tinte auf Papier entgegen: dem Vertrag zwischen der Stadt und der EWF-Tochter VEW (Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für erneuerbare Energien) über den geplanten Windpark zwischen Schiffelbach und Gemünden. Auf dem Graurück soll die Anlage entstehen, fünf bis zehn Windräder umfassen und – je nach Größe – bis zu 40 Millionen Euro kosten (FZ berichtete).
„Gemünden ist unser erstes großes Windkraftprojekt und das im Süden, also außerhalb unseres Stammgebiets“, sagt Schaller. Dennoch soll das Projekt kurz vor der Kreisgrenze zu Marburg-Biedenkopf noch vor ähnlichen Parks im ganzen Kreis umgesetzt werden. Die Chancen dafür stehen laut Schaller gut: Das vogelkundliche Gutachten gebe zumindest für die Herbstflugrouten grünes Licht, das Windhäufigkeitsgutachten sei sehr vielversprechend, auch wenn noch mindestens zwei weitere folgen sollen. Nun gehe es an die „Feinplanung“, wie er sagt. Mit dem Abschluss des Genehmigungsverfahrens rechnet Schaller zum Ende des Jahres 2013, pünktlich zum 750-jährigen Bestehen des Dorfes Schiffelbach könne dann mit dem Bau der bis zu 185 Meter hohen Giganten begonnen werden.
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