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Gemünden

Spar- und Kreditbank verabschiedet Heinrich Trier

Gemünden (sr). An seinem 61. Geburtstag verlässt der hauptamtliche Vorstandssprecher Heinrich Trier die Spar- und Kreditbank. Am Freitag wurde der Erksdorfer in einer Feierstunde im „Hessischen Hof“ in die passive Phase der Altersteilzeit verabschiedet.
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Vorstand Heinrich Trier wurde gestern bei der Gemündener Spar- und Kreditbank verabschiedet – von links: Pfarrer Hermann Noll, die Vorstandsmitglieder Martin Möbus und Thorsten Briest, Heinrich Trier, Anneliese Trier, Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Siebert und der Direktor des Genossenschaftsverbandes, Heinz-Hermann Bausch.

© Frank Seumer

Seit dem Jahr 1995 leitete Trier die Geschicke der Gemündener Genossenschaftsbank, zuerst gemeinsam mit Wilhelm Hecker, zuletzt mit dessen Nachfolger Martin Möbus.
Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Siebert lobte die positive Entwicklung der Bank: Die Bilanzsumme erhöhte sich in diesen 15 Jahren um 64 Prozent auf 108 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen stiegen um 40, die Ausleihungen um 71 Prozent. Das bilanzielle Eigenkapital der Genossenschaft steigerte sich von 2,5 auf 8,7 Millionen Euro. Trotzdem gehört sie zu den kleinsten Banken.
Siebert erwähnte zwei gescheiterte Fusionsversuche. „Nicht die Größe einer Bank ist entscheidend, sondern die Leistung“, betonte der Rosenthaler. Die Spar- und Kreditbank erfreue sich eines großen Marktanteils in den Gemeinden Haina und Wohratal sowie den Städten Gemünden und Rosenthal.
Vorstandskollege Martin Möbus lobte die Zielstrebigkeit, Konsequenz, Offenheit und Fairness von Heinrich Trier. „Durch sein Engagement konnte unsere Selbstständigkeit gesichert werden“, sagte Möbus. Die Bank sei modern und zukunftsfähig und stehe heute so gut da wie nie zuvor. Der Direktor des Genossenschaftsverbandes Frankfurt, Heinz-Hermann Bausch, erinnerte an Triers ersten Tag als „Lehrling“ bei der Raiffeisenbank Stadtallendorf am 1. Juli 1972. Die Bankenlandschaft habe sich seitdem immens gewandelt. „Geld ist heute virtuell, enorme Summen bewegen sich auf elektronischem Weg.“ Die Genossenschaftsbanken seien mit ihrem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ eng mit der Region verwurzelt. Pfarrer Hermann Noll würdigte Triers ehrenamtliches Engagement in Kirche und Politik, das er auch in der passiven Phase der Altersteilzeit und während des Ruhestandes weiterführen will.
Trier selbst ging auf Meilensteine seines beruflichen Werdegangs ein. „Ich habe Mitarbeiter gefunden, die mitziehen und sich für die Sache begeistern lassen“, sagte der hauptamtliche Vorstand. Sein Nachfolger ist der 42-jährige Thorsten Briest. Der gebürtige Hesse war früher beim Genossenschaftsverband Norddeutschland als Prüfer sowie als Abteilungsleiter in zwei Banken tätig. Anfang Mai zog er von Seesen im Harz nach Gemünden.
An der Feierstunde nahmen berufliche Wegbegleiter von Trier teil: Vertreter von genossenschaftlichen Verbundunternehmen, Nachbarbanken, ehemalige und aktuelle Aufsichtsräte sowie die ehemaligen Vorstandsmitglieder Wilhelm Hecker und Heinrich Zeiß.


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