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Rosenthal: Bauabschnitt vom Abzweig nach Willersdorf in den Wald hinein fertig

Landesstraße 3076 ab Freitag frei

Rosenthal (sg).  Ein schönes „Weihnachtsgeschenk“ hat das Bad Arolser Amt für Straßen- und Verkehrswesen für zahlreiche Autofahrer: Die Landesstraße 3076 von Frankenberg nach Rosenthal wird am Freitag wieder freigegeben. Die Vollsperrung werde im Laufe des Tages aufgehoben, teilte ein Mitarbeiter mit. Damit entfallen die Umwege, um in die Burgwaldstadt zu gelangen.

Noch stehen die Absperrungen am Abzweig nach Willersdorf, nur Fahrzeuge der Baufirmen und der Straßenmeisterei dürfen sie passieren, aber am Freitag wird die in diesem Abschnitt auf 2,5 Kilometern Länge in den Wald hinein ausgebaute Landesstraße 3076 von Frankenberg nach Rosenthal wieder für den Verkehr freigegeben.

© Siemon

Im August waren die Baufahrzeuge angerollt, an der Abzweigung nach Willersdorf richteten die Arbeiter ihr Standquartier ein. Von dort aus machten sie sich an den Ausbau der schmalen Straße auf eine Regelbreite von sechs Metern, in Kurven sogar von 6,50 Metern und mehr. Hinzu kommt eine ein Meter breite Bankette. Damit gelangen auch zwei Lkw endlich wieder gefahrlos aneinander vorbei. Und: Die verbreiterte Fahrbahn erhält wieder eine Markierung. Inzwischen sind die Arbeiten in dem Abschnitt nach Angaben des Amtes zu 95 Prozent abgeschlossen. Ein paar Seitenanschlüsse müssen noch gebaut werden, die Markierung soll erst nach dem Winter im Frühjahr aufgebracht werden. Etwa 1,6 Millionen Euro kostet das rund 2,5 Kilometer lange Teilstück.

Und noch eine gute Nachricht: Der zweite, etwas mehr als einen Kilometer lange  Abschnitt bis zum Waldrand vor Rosenthal folgt im nächsten Frühjahr gleich nach der Frostperiode. Wenn möglich, sollen die Bagger im April starten, bis Ende Juli dauern die Arbeiten laut Planung des Amtes. In dieser Zeit wird wieder eine Vollsperrung erforderlich. Kosten des Baus: schätzungsweise eine Million Euro. Das Geld hat die Landesregierung schon bereitgestellt. Da die Strecke vom Wald bis Rosenthal bereits ausgebaut ist, wäre nach Abschluss dieses letzten Abschnitts die gesamte Straße gut befahrbar.

Schon seit Jahren kämpfen die Rosenthaler für den Ausbau der für sie wichtigen Landesstraße. In den vergangenen Jahren war auf der Strecke nur geflickt worden, während der Verkehr anstieg. Lastwagen fuhren die Fahrbahn-Kanten ab – die Straße wurde immer schmaler. Nach der jüngsten Sanierung in den 1990 Jahren reichte es nicht einmal mehr für einen Mittelstreifen, der gerade bei Nebel Orientierung bietet. Und immer wieder verloren Lastwagen im „Begegnungsverkehr“ ihre Rückspiegel. Diese Zustände sollen der Vergangenheit angehören. Die Rosenthaler machten Druck in Wiesbaden, gerade Christdemokraten und Liberale nutzten ihre Kontakte zur Landesregierung – und im April diesen Jahres gab es die ersten Erfolgsnachrichten: Das Geld für den Bau war da. Am 17. August wurde die Strecke gesperrt, damit die Arbeiter die komplette Straße erneuern konnten. Seitdem fließt der Verkehr von Frankenberg über die Umleitungsstrecken von Willersdorf und Oberholzhausen nach Rosenthal oder über Roda, Ernsthausen und die Bundesstraße  252. Dies entfällt am Freitag.

Der Ausbau hat auch ihre Kehrseite: Wie berichtet, nutzen immer mehr Lkw-Fahrer die Landesstraße als Ausweichstrecke für die chronisch verstopfte Bundesstraße 252 nach Marburg. Der Verkehr habe erheblich zugenommen, erklärt etwa der Rosenthaler Liberale Lothar Morhardt. Und mit der Einführung der Tempo-30-Zonen in den Nachtstunden in den Transit-Dörfern Münchhausens drängt es noch mehr „Kapitäne der Landstraße“ mit ihren schweren Gefährten auf die Parallelroute über Rosenthal.
Insofern sehen Anwohner gerade am Obertor und in der Marburger Straße die Planungen für den Ausbau auch der Südstrecke bis zur Kreisgrenze in Richtung Bracht mit Skepsis. Sie fürchten noch mehr Lastwagen auf den Straßen der Innenstadt. Einige haben sich bereits zu einer lockeren Bürgerinitiative zusammengeschlossen.

Mehr lesen Sie in der  FZ vom Donnerstag, 22. Dezember


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