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Battenhausen

Gefährliche Scherze mit Strohballen und Silage

Haina-Battenhausen (gl). Vandalismus in Battenhausen: Unbekannte rollen Rundballen die Hügel hinunter. Wer sich einen „Spaß“ mit auf dem Feld abgelegten Erntevorräten erlaubt, begeht eine Straftat und muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.
Strohballen und Silage

Bernd Ibelshäuser steht an einem seiner umgeworfenen Silageballen. Rechts hinter ihm der Hügel, von dem Unbekannte drei seiner Heuballen gerollt haben –die 400 Kilogramm schweren „Geschosse“ richteten erheblichen Sachschaden an.

© Malte Glotz

Haina-Battenhausen. Bernd Ibelshäuser ist verärgert. Er steht neben seiner Silage, hinter ihm das sogenannte „Pfefferholz“, ein Hügel nahe Battenhausen. Dort hatte er Strohballen gelagert. Am Sonntag morgen wollte er das Stroh abholen – da waren die Rundballen weg. Ein Unbekannter, vielleicht waren aus auch mehrere, hat sich einen Spaß daraus gemacht, die 400 Kilogramm schweren Räder aus Stroh den Hügel hinunterzustoßen. Eine Hecke wurde zerstört, ein Baum ist umgeknickt – ein Schaden von etwa 500 Euro.
Wenige Tage später warf jemand drei seiner Silageballen um. Diese blieben glücklicherweise direkt neben dem Stapel liegen, da das umliegende Gelände nicht direkt abschüssig ist. So entstand kein weiterer Sachschaden. Dass bei den „Scherzen“ niemand verletzt wurde, hält Ibelshäuser fast für ein Wunder.
Matthias Eckel, Geschäftsführer des Frankenberger Kreisbauernverbandes, sieht das ähnlich: „Es geht hier weniger um den Schaden beim Landwirt, sondern um die Gefahr,“ erklärt er. „Wenn so ein Ballen auf die Straße rollt, ist der Spaß vorbei.“ Aus dem Scherz wird dann ein „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“, eine Straftat, die hohe Geldbußen nach sich ziehen kann.
Die oder der Täter hätten zwar Nachts zugeschlagen, aber niemand hätte garantieren können, dass nicht jemand im Weg gestanden hätte, als die Ballen das Pfefferholz hinunterrollten. „Jeder, der damit herumspielt, bringt auch sich selbst in Gefahr. Wer unter einen Ballen kommt, ist so gut wie tot“, ermahnt Eckel. Es sieht mit Sorge, dass derartige Taten im Kreis deutlich zunehmen. Das habe auch damit zu tun, dass immer mehr Erntevorräte direkt auf den Felder gelagert würden. Er möchte die Bevölkerung sensibilisieren: „Wer so etwas beobachtet, soll es sofort melden.“


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