Doris und Hartmut Jäger freuen sich, dass ihre Tochter Theresa künftig auch alleine mit ihrem Rollstuhl ins Altenlotheimer Bürgerhaus fahren kann. Etwas mehr als 40 000 Euro hat sich die Stadt Frankenau die Umgestaltung des Außenbereichs und den Bau des barrierefreien Zugangs kosten lassen. Eine gute Investition, finden Ortsvorsteher Heiko Backhaus, sein Stellvertreter Erich Müller, Bauamtsleiter Thomas Tönges und Bürgermeister Björn Brede.
Allmählich löst sich der „Investitionsstau“ auf: Viele Jahre lang hatte die Stadt kein Geld in das 1976 eröffnete Altenlotheimer Bürgerhaus investiert. Doch seit einiger Zeit gehören Handwerker zum gewohnten Bild an der Gemeinschaftseinrichtung. Mit der Umgestaltung des Außenbereichs hat die Stadt in den vergangenen Wochen einen der sehnlichsten Wünsche des Ortsbeirates erfüllt.
Mit Geld aus dem Konjunkturprogramm hatte die Stadt eine energetische Sanierung des „Betonklotzes“ aus den 1970er Jahren bezahlt. Erneuert wurden die Türen und die Fenster, außerdem „packten“ Handwerker das Gebäude in der Mitte des Nationalparkdorfes mit einem „Wärmedämmverbundsystem“ ein. Rund 150 000 Euro kosteten diese Arbeiten. Weil sich andere im Rahmen des Konjunkturprogramms geplante Maßnahmen günstiger als erwartet gestalteten, beantragte die Stadt beim Land, das übriggebliebene Geld für die Umgestaltung des Außenbereichs des Bürgerhauses verwenden zu dürfen. Die Investitionsbank Hessen stimmte zu. Das Ergebnis: Die feuchten Wände im Eingangsbereich wurden trockengelegt, danach die Treppenstufen und die Podeste von der Straße zum Bürgerhaus erneuert.
Doch noch wichtiger als das neue Pflaster war den Altenlotheimern die Anlage des behindertengerechten Zugangs. „Unser Ziel ist, dass nach für nach alle öffentlichen Gebäude der Stadt einen barrierefreien Zugang erhalten“, sagte Bürgermeister Björn Brede bei einem Ortstermin mit dem Ortsbeirat und seinem Bauamtsleiter Thomas Tönges, der vor seiner Anstellung bei der Stadt für eine Firma gearbeitet hat, die in den vergangenen Jahren mit mehreren Bauarbeiten am Bürgerhaus betraut wurden. „Thomas Tönges kannte das Bürgerhaus also bestens“, sagte Brede und lobte seinen Angestellten für die Planung des Zugangs. Die Rampe hat eine Steigung von weniger als sechs Prozent, verfügt über vier Podeste und ist laut Bürgermeister so intelligent geplant, dass sie keinen Platz wegnimmt. „Es war immer sehr schwierig, mit dem Rollstuhl ins Bürgerhaus zu kommen“, sagte er. „Die Probleme gibt es jetzt zum Glück nicht mehr.“
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