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Bottendorf

Bottendorfer feiern mit Ungarn und Griechen

Burgwald-Bottendorf (tha). Die Bottendorfer Freunde aus Ungarn und Griechenland gestalteten beim „Abend der Gäste“ ein abwechslungsreiches Programm und gaben interessante Einblicke in ihre Kultur und Traditionen. Viele Bottendorfer ließen sich von dem Temperament anstecken und feierten ausgelassen mit.
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Völkerverständigung im Festzelt: Ausgelassen wurde am Donnerstag gefeiert.

© Sebastian Thalheim

„Wir haben heute ein kleines Stück Perbál mitgebracht“, riefen die Musiker der ungarischen Blaskapelle „Dicke Schwäne“ den Gästen im gut gefüllten Bottendorfer Festzelt zu. Die elf Musiker aus der Burgwalder Partnergemeinde sorgten mit beliebten Märschen und Polkas wie „Wir sind Kinder von der Eger“ von Beginn an für Stimmung im Festzelt. Einen umjubelten Auftritt hatten auch die jüngsten Gäste aus Perbál: Die Kinder der „Deutschen Nationalitäten Grundschule“ sangen a cappella und mit viel Ausdruck ungarische und deutsche Volksweisen. Die Jungen und Mädchen hatten eine Folklore-Tracht an und präsentierten unter anderem „Kein schöner Land“ und „Muss i denn zum Städele hinaus“. Begeistert klatschten die Gäste im Festzelt zu den bekannten Volksliedern mit. Mit Liebe zum Detail und schmucken Kostümen führten die Kinder auch ein witziges Theaterstück über die Freundschaft auf. Für diese Darbietung wurden sie mit besonders viel Applaus belohnt. Der gemischte Chor aus Perbál unter der Leitung von Lászlo Lisztes zeigte mal stimmgewaltig und mal mit zartem Gesang einen gelungenen Einblick in sein Repertoire.
Richtig farbenfroh und temperamentvoll wurde es mit dem Auftritt der griechischen Gäste: In landestypischer Tracht zeigte der Heimat- und Kulturverein aus dem nordgriechischen Gerakarou verschiedene Volkstänze, die traditionell im „offenen Kreis“ und bei gefassten Händen getanzt werden. Begleitet wurden sie dabei mit traditionellen griechischen Folkloreinstrumenten, wie etwa dem Zupfinstrument Lyra. Die Griechen präsentierten auch einen Tanz mit Schwertern, der bereits vor der Geburt Jesu Christi entstanden ist. In dem Kriegskampf ringen zwei „Kämpfer“ mit dem Schwert. Zur Entstehungszeit wurde der Tanz aufgeführt, um die verwundeten Soldaten wieder aufzumuntern. Die Gäste im Festzelt schauten sich die temperamentvolle Darbietung auf der Bühne beeindruckt an und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Zum Abschluss ihres Auftritts zeigten die Griechen einen flotten Tanz und holten dabei auch die Gäste auf die Tanzfläche und brachten sie zum Tanzen. Ausgelassen tanzten Ungarn, Griechen und die Festbesucher aus dem Frankenberger Land gemeinsam zur griechischen Folklore und sorgten für ein farbenfrohes Bild im Festzelt.
Die Freundschaft der Bottendorfer mit dem griechischen Heimat- und Kulturverein in Gerakarou war durch Zoi Ernst zustande gekommen. Die gebürtige Griechin ist mit dem Bottendorfer Uwe Ernst verheiratet. Die Gäste aus Ungarn und Griechenland nutzten den Abend auch, um sich bei den Gastgebern zu bedanken. „Wir freuen uns sehr über die Einladung“, erklärte der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins aus Gerakarou, Dimitrios Routiris. Ohne die Unterbringung in den Bottendorfer Gastfamilien sei ein solcher Besuch nicht möglich. Ein Dankeschön erhielt Lorenz Payer von der Partnerschaftsvereinigung Burgwald. Der Perbáler Bürgermeister Laszlo Varga und Vertreter der Deutschen Minderheitsselbstverwaltung in Perbál überreichten eine Urkunde und einen Kristallkrug. „Du hast 13 Jahre großartige Arbeit geleistet“, sagte Varga. „Ihr bewahrt die Perbáler Sitten und Bräuche hier in Burgwald und helft bei jedem Treffen und jeder Veranstaltung“, dankte die Vorsitzende der Selbstverwaltung der deutschen Minderheit in Perbál, Aniko Bakay, dem Ehepaar Payer.

Eine Bildergalerie vom „Abend unserer Gäste" finden Sie hier


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