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Altenlotheim/Köln

Altenlotheimer singt sich ins Halbfinale

Altenlotheim/Köln (jos). Nachdem Christian Durstewitz am Freitagabend erneut Jury und Fernsehpublikum begeistert hat, ist er im Halbfinale des Castings „Unser Star für Oslo“.
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Christian Durstewitz aus Altenlotheim will zum Eurovision Song Contest nach Oslo. Am Freitagabend hat er eine weitere Hürde genommen.

© NDR

Erstmals wurde die Show am Freitag in der ARD ausgestrahlt. Ebenfalls zum ersten Mal durften alle der fünf verbliebenen Kandidaten jeweils mit zwei Titeln auftreten. Im ersten Durchgang sang „Dursti“ eine Ballade. Mit „Ochrasy“ hatte er sich wie schon in der Show am Dienstag erneut eine Nummer der schwedischen Band „Mando Diao“ ausgewählt. Gewohnt lässig in T-Shirt und Kapuzen-Pulli, dieses Mal allerdings ohne Gitarre, enterte der Altenlotheimer die Bühne und bewies, dass er auch mit einem ruhigen Song begeistern kann. Von Stefan Raab gab es ein dickes Kompliment. „Ich fand es eine super Facette von dir“, sagte der Jury-Präsident im Hinblick darauf, dass „Dursti“ bislang eher gerockt hatte und nun eine Ballade sang. Adel Tawil hält „Dursti“ für einen „coolen Typen“ und nannte ihn einen echten „Vollblutmusiker“. Doch mit „Ochrasy“ habe sich der 20-Jährige nicht den optimalen Titel rausgesucht.
Bei seinem zweiten Auftritt legte der Sänger schließlich noch eine Schippe drauf: Den Song „Stalker“ hat „Dursti“ selbst geschrieben. Er begleitete sich dabei wieder auf der Gitarre. Nach ruhigem Beginn entwickelt sich der Titel zu einem Party-Pop-Song mit Ohrwurm-Qualität. „Eine gute Mischung zwischen Rock und Pop, ohne zu banal zu sein“, fasste Raab zusammen. Und auch die beiden anderen Jury-Mitglieder Anke Engelke und Adel Tawil waren begeistert. „Du hast ein großes Talent zum Songschreiben“, sagte Adel Tawil. Erst am Donnerstag sei der Titel fertig geworden, sagte „Dursti“.

Nach der Show am Dienstag war für den Altenlotheimer also kaum Zeit zum Verschnaufen geblieben. Er blieb durchgängig in Köln, um sich auf die gestrige Show vorzubereiten. Aber nicht nur seine Songs hatte er zunächst alleine und dann mit der Band „heavytones“ einzuüben. Immer mehr Journalisten wollten in den vergangenen Tagen Interviews mit dem neuen Star aus Altenlotheim führen. Ob Radio, Fernsehen oder Zeitungen: Der 20-Jährige präsentiert sich auf allen medialen Kanälen authentisch und sympathisch.

Nicht nur für sein Heimatdorf am Kellerwald und für den Landkreis Waldeck-Frankenberg ist „Dursti“ ein hervorragender Repräsentant. Auch für die Bundesrepublik Deutschland wäre er ein mehr als würdiger Vertreter beim Eurovision-Song-Contest in Oslo. Mit seiner erfrischenden Art würde der Sänger bei einer möglichen Teilnahme in Oslo vielleicht genau das erreichen, was er sich selber zum Ziel gesetzt hat: Europa soll sehen, dass die Deutschen nicht zwingend spießig und prüde sind, sondern dass sie auch Lebensfreude versprühen. „Dursti“ jedenfalls tut das, wenn er auf der Bühne steht.

Und nicht nur er selber strahlt beim Singen beinahe unbändige Freude aus: Sein Spaß an der Musik überträgt sich auf das Publikum im Studio und vor den Fernsehern. Experten rechnen damit, dass er gemeinsam mit Lena Meyer-Landrut das Finale im Fernseh-Casting „Unser Star für Oslo“ erreichen wird. Doch am Dienstag ist erst einmal Halbfinale. Es wird ab 20.15 Uhr live auf ProSieben ausgestrahlt.


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