Die 21- und 25-jährigen Männer sind Anhänger der Gothic-Szene und sie haben den Eichensarg zu Dekorationszwecken in Kassel gekauft. Anschließend wollten sie ihr neues Möbelstück mit dem Zug von Kassel zu ihrem Wohnort nach Bad Ems (nahe Koblenz) befördern.
Aufgrund des ungewöhnlichen Gepäckstückes meldeten sich mehrere beunruhigte Reisende gegen 15.45 Uhr am Service-Point der Deutschen Bahn im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Die zur Unterstützung gerufenen Bundespolizisten waren zwar von dem Sarg überrascht, konnten aber keine Anhaltspunkte für eine Gefahr oder Straftat feststellen.
Dennoch endete die Zugfahrt der beiden Männer unfreiwillig bereits in Wabern. Dort stellte sich bei der Fahrscheinkontrolle heraus, dass der Holzsarg zu groß für einen Personenzug war. In der aktuellen Fassung der Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn heißt es dazu: Neben Handgepäck darf der Reisende ein Stück Traglast mit sich führen. Traglasten sind Gegenstände, die - ohne Handgepäck zu sein - von einer Person getragen werden können."
Da die zwei Männer nicht auf ihren Sarg verzichten wollten, sind sie in Wabern ausgestiegen. Wie sie von dort nach Bad Ems weitergereist sind, ist nicht bekannt.
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