Frankenberg. Anstatt jedoch einen Notfall zu melden oder um Hilfe zu bitten, mussten sich die Beamten übelste Beleidigungen und Beschimpfungen anhören. Da durch diese Anrufe, die sich über mehr als eine halbe Stunde hinzogen, der Notruf immer wieder für längere Zeit blockiert wurde, mussten die Beamten der Station diesem Treiben Einhalt gebieten.
Schnell war ermittelt, um wen es sich bei dem Mann handelt und an welcher Anschrift er anzutreffen ist. Denn bei Notrufanschlüssen wird die Telefonnummer des Anrufers in jedem Fall übermittelt, auch wenn diese im Telefon als unsichtbar eingestellt ist.
Als die Polizeibeamten zuhause bei dem jungen Mann eintrafen und ihn zur Rede zu stellten, hatte er noch weitere Beleidigungen für die Beamten parat.
Erst nachdem er überwältigt war, beruhigte sich sein Gemüt. Nicht ungefährlich war für den Mann, dass er eine täuschend echt aussehende Plastikpistole in Griffweite liegen hatte. Nach einer deutlichen Ansprache wurde der Mann in die Obhut seiner 19-jährigen Begleiterin übergeben.
Der Störenfried wird sich nach Angaben der Polizei nun in einem Strafverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen und Beleidigung zu verantworten haben. (r)
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