Drahtseile, Nerven wie diese, Geduld und Durchhaltevermögen waren bei der Bergung des Lkw aus dem Hang unterhalb des Schlosses gefragt.
Waldeck (su).
„Wir fahren immer rückwärts die Zufahrt zur Anlieferung hinauf, weil man oben nicht drehen kann“, schilderte er später. Doch es war glatt auf dem Pflaster und die Räder des 7,5-Tonnen-Lkw drehten durch. Der Fahrer stieg aus – und dann geschah das Unglück schon.
Der Laster rutschte vorwärts los, den Weg hinunter, die Böschung zum kleinen Parkplatz hinab, riss ein Schild mit sich, glitt knapp an den geparkten Autos vorbei weiter und stürzte dann 250 bis 300 Meter den fast senkrecht abfallenden Schlossberg hinunter in den Wald. In Höhe des Spazierweges um den Berg endete seine Schussfahrt und er fing Feuer. Diesel und Öl waren vermutlich auf heiße Motorteile ausgelaufen.
Kurz vor 12 Uhr zeigte die Uhr da und wegen des kühlen, zugigen Wetters hielten sich keine Menschen in der Nähe auf. So musste sich die herbeieilende Feuerwehr unter Leitung von Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg keine Gedanken um mögliche Verletzte machen.
35 Frauen und Männer der Einsatzabteilungen aus Waldeck, Sachsenhausen und Netze löschten im Hang zunächst den Brand, bevor sie sich an die Bergung des Lkw-Wracks machten. Eine Herkules-Aufgabe in dem schwierigen Gelände und bei der Kälte. Einer der Feuerwehrleute holte seinen schweren Rückeschlepper und baute ihn oben an der Zufahrtsstraße auf. Mit zwei Drahtseilen und der Winde an der Maschine begannen die Einsatzkräfte, den havarierten Laster Meter für Meter mühsam hinaufzuziehen.
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