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Sachsenberg

Ein Garten zum Wohnen

2000 Quadratmeter wildes, karges Land in Hanglage zu zähmen, verlangt Geduld und Ideenreich-tum. Beate Röhle und Frank Richter haben sich in Sachsenberg ein Idyll zum Wohnen und Wohlfühlen geschaffen.

Einen Bauerngarten am Hang - den haben sich Beater Röhle und Frank Richter in Sachsenberg geschaffen.

© Natalie Volkenrath

Lichtenfels-Sachsenberg. „Wir haben hier den ganzen Tag über Sonne“, berichtet Frank Richter mit Blick über sein Hanggrundstück am Eichenweg. Da die Erschließung des mit Brennnesseln überwucherten Streuobsthangs ohne Licht und Wärme vom Himmel nicht möglich gewesen wäre, präsentieren die Lichtenfelser ihr terrassiertes Paradies beim „Tag der offenen Gärten“ am 12. und 13. Juni unter dem Titel „Idyll mit Hang zur Sonne“.1997 hat das Paar den Hang mit zwei befreundeten Familien gekauft. Alle drei Häuser zeichnen sich durch eine schlichte, offene Bauweise aus. Der Garten, vom dem aus der Blick auf eine kleines Naturschutzgebiet und die Sachsenberger Stadtmauer fällt, ist in Etappen entstanden – Terrasse für Terrasse. „Da wir hier Faulschiefer haben, der wie Fels ist, mussten wir viel Mutterboden auffahren“, erklärt Richter. Um den hohen Wasserbedarf zu decken, steht eine Regenwasser-Zisterne bereit.„Wir sind sehr viel im Garten, aber wir arbeiten dort nicht nur“, beschreibt Beate Röhle, die im Kindergarten Geismar arbeitet, ihre von Gelassenheit geprägte Gartenphilosophie. „Unser Garten ist ein Garten zum Wohnen und Ausruhen, nicht zum Repräsentieren“, ergänzt ihr Mann Frank. Außerdem arbeite er gern mit den Händen, betont der Techniker. Viel Wert legen die Sachsenberger darüber hinaus auf die richtige Mischung aus Natürlichkeit und Gartengestaltung. Um Gänseblümchen macht der Rasenmäher daher beispielsweise eine Kurve. Ein knorriger Apfelbaum wird gestützt statt abgesägt. Im unteren Teil säumen Weiden ein „wildes, feuchtes Plätzchen“.Die Gestaltung von Beeten und Grünflächen liegt vor allem in der Hand von Beate Röhle. „Ich bin der Mann fürs Grobe“, lächelt Frank Richter, der etwa das Baumhaus für Sohn Elias gebaut, die Sandsteintreppen sowie den Grillplatz mit Feuerstelle angelegt und Geländer aus altem Eichenholz gezimmert hat. Auch das naturbelassene Gartenhaus mit Holzwerkstatt und genügend Raum zum Feiern hat Richter selbst entworfen. Ein mit Efeu durchsetzter, riesiger, alter Birnbaum verleiht dem Ort ein idyllisches Flair. Nebenan erstreckt sich ein klassischer, von Buchs umrahmter Bauerngarten. Im Zentrum der gesamten Gartenanlage wachsen Blumen, Kräu-ter und Salat. Leidenschaftlich gern pflegt Beate Röhle auch ihre David-Austin-Rosen. „Leider scheinen viele den Winter nicht überstanden zu haben“, bedauert sie mit Blick auf die blaue Sitzecke unter dem kahlen Rosenpavillon. „Ich werde ihnen aber noch eine Chance geben“, setzt sie auf den Hang zur Sonne. (nv)


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