Lichtenfels-Fürstenberg. Junge und alte Menschen aus Lichtenfels und den umliegenden Dörfern machten sich auf den Weg durch die Fürstenberger Gemarkung. Unter der Leitung von Gerhard Eierdanz vom Sportverein Fürstenberg führte die Wanderung zunächst über die ehemalige Grenze zwischen Waldeck und Hessen-Darmstadt von der Ruine der „Fürstenkirche“ zum „Vierländereck“ im Wennental. Am gemeinsamen Grenzpunkt von Herzhausen, Thalitter, Immighausen und Fürstenberg hatten Mitglieder des Immighäuser Sportvereins einen Imbiss vorbereitet.
Von dort ging es am Nachmittag wieder zurück zum Sportplatz bei Fürstenberg. Gerhard Eierdanz gab unterwegs ausführliche geschichtliche Erläuterungen zu den früheren Auseinandersetzungen und Spannungen in diesem Grenzgebiet seit dem frühen Mittelalter. Mitarbeiter des Forstamtes Vöhl erklärten zudem Maßnahmen zur Waldbewirtschaftung und stifteten den Baum des Jahres 2011, eine Elsbeere. Förster Rainer Weishaar pflanzte den kleinen Baum in der Nähe der „Fürstenkirche“ direkt neben einem großen Grenzstein.
Schwerstarbeit hatten auch die beiden „Stutzknechte“ Hartmut Friedewald und Torsten Schnatz zu verrichten. Gleich 43 Mitwanderer durften Bekanntschaft machen mit den markanten Grenzsteinen, darunter auch Bürgermeister Uwe Steuber und der sechsjährige Bastian Schnatz aus Fürstenberg.
Mit einem Freiluftgottesdienst an der „Fürstenkirche“ unter Mitwirkung des Goddelsheimer Posaunenchores war der achte Projekttag der Aktion „Sport bewegt Familien“ am Morgen eröffnet worden. Vor zahlreichen Gottesdienstbesuchern stellte auch Pfarrer Klaus Nobiling den Begriff der „Grenze“ in den Mittelpunkt seiner Ansprache. So liebten viele Menschen auch Grenzen, um zum Beispiel ihren Besitz anzuzeigen, oder begäben sich bei dem Versuch, Grenzen zu überwinden (z. B. im Sport), sogar bewusst in Todesgefahr.
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