Wer hat zukünftig im Frankenberger Rathaus das Sagen? Vielleicht wird diese Frage schon am 26. Februar beantwortet, vielleicht aber auch erst 14 Tage später, dem Tag der Stichwahl. Um das Bürgermeisteramt bewerben sich (von links) Bernd Bluttner, Daniela Neuschäfer, Nicolas Hansen, Rupert Jaeschke und Rüdiger Heß.
Frankenberg. Gemächlich haben sich die fünf Anwärter auf das Bürgermeisteramt warmgelaufen: Die freien Tage rund um den Jahreswechsel nutzten die Bewerber, um an ihren Wahlprogrammen zu feilen. Erst Mitte Januar präsentierten Bernd Bluttner (CDU), Daniela Neuschäfer (SPD) sowie die parteilosen Kandidaten Nicolas Hansen, Rupert Jaeschke und Rüdiger Heß ihre Inhalte und Ziele – zunächst in der Frankenberger Zeitung und auf www.wlz-fz.de.
Seitdem befinden sie sich fast durchweg auf Tour durch die Kernstadt und die Stadtteile, um sich bekannt zu machen und für sich zu werben. Und doch verläuft der Wahlkampf bislang unaufgeregt. Jeder macht sein Ding, keiner der fünf hat für Diskussionen in der Stadt gesorgt. Das FZ-Wahlforum stellt auch deshalb für alle fünf Bewerber einen Höhepunkt im Wahlkampfkalender dar: Denn erstmals haben sie die Gelegenheit, sich im Rededuell vor einem breiten Frankenberger Publikum zu beweisen.
Diesem „Aufeinandertreffen“ blicken auch, so der Tenor in der Stadt, viele Wähler mit Spannung entgegen. Eine Bürgermeisterwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Und da die Aussagen in den fünf Wahlprogrammen in weiten Teilen identisch sind, werden wohl die meisten Frankenberger ihre Wahlentscheidung davon abhängig machen, wem sie am ehesten zutrauen, die Geschicke der Stadt zu lenken: Ausstrahlung, Rhetorik, Überzeugungskraft, diese und etliche weitere Kriterien werden vermutlich von den Wählern herangezogen, um sich auf einen der vier Männer oder die eine Frau festzulegen.
Mit dem Forum am Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Ederberglandhalle gibt die FZ eine Wahlhilfe. Diskutiert wird über die wichtigsten politischen Themen, ein Hauptaugenmerk werden die Moderatoren Rouven Raatz und Johannes Fuhr aber darauf legen, die unterschiedlichen Standpunkte und Persönlichkeiten herauszukitzeln.
Doch auch die Zuschauer können am Donnerstag Fragen stellen. Außerdem fühlen die FZ-Redakteure den Bewerbern mit den Fragen auf den Zahn, die Leser im Vorfeld an die FZ geschickt haben. Dies ist auch weiterhin möglich, am einfachsten per E-Mail an die Adresse rouven.raatz@wlz-fz.de. Einlass zu dem FZ-Wahlforum in der Ederberglandhalle ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. (rou)
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