Mai: DIe Schwarzerle
Sie ist ein Geschöpf der Sümpfe und deshalb war sie wohl in großer Zahl Zeuge, als Arminius der Cherusker die Armee des Varus um 9 nach Christus in den germanischen Wäldern vernichtend schlug. Der sumpfige Untergrund dürfte es den Römern schwer gemacht haben. Heute sind die Moore und morastigen Landschaften zumeist trocken gelegt, verschwunden – und mit ihnen größtenteils unser Baum des Monats Mai: die Schwarzerle. mehr
Hintergrund
Die Schwarzerle genießt einen festen Platz in der Sagen- und Legendenwelt der verschiedensten Landschaften. Aufgrund ihres Nischenvorkommens an besonderen Standorten (Mooren, Sümpfen, Brüchen), die symbolisch für verrufene und unheimliche Orte stehen, aber auch wegen des sich rot färbenden Holzes werden der Erle zu Unrecht viele negative Wirkungen zugeschrieben. Vielleicht auch deshalb gewinnt die Erle mit dem im Volksglauben üblichen Mittel des Gegenzaubers umfangreiche Bedeutung. mehr
Stichwort
Entwicklungsgeschichtlich entstammt sie einer uralten Gattung aus der Familie der Birkengewächse. Während der letzten Eiszeit in den Mittelmeerraum zurückgedrängt, hat sie in den vergangenen 10 000 Jahren fast den gesamten europäischen Raum zurückerobert. mehr
Pilzkrankheit setzt Bäumen zu
Seit 1995 ist in Deutschland ein verstärktes rasches Absterben von Schwarzerlen entlang Gewässern festzustellen. Ursache hierfür ist häufig ein Pilz der Gattung Phytophthora. Analysen haben gezeigt, dass der Erreger Phytophthora alni erst in jüngerer Zeit durch Hybridisierung entstanden ist und sich über Gewässer verbreiten kann. mehr
Tragisches Unglück in einem Bahnhof in Buenos Aires. Ein Regionalzug fuhr offenbar mit defekten Bremsen aufs Gleis ein und kam erst am Prellbock zum Stehen. Es gab Dutzende Tote. Hunderte Passagiere wurden verletzt. mehr